Erschienen in Ausgabe 12-2018Trends & Innovationen

Mär vom Mittagsschlaf im fahrenden Auto

Von VW-Redaktion

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Dass man jemals einen Mittagsschlaf hält, während sich das Auto selbstständig von A nach B bewegt ist unwahrscheinlich, zumindest derzeit. Vor allem die Unwägbarkeiten mit Blick auf das Thema Sicherheit sind groß. Hier, aber auch beim Datenschutz, fordert der GDV klare Regeln. Es müsse eine eindeutige Aufgabenverteilung zwischen Fahrer und Technik geben, erklärt Verbandspräsident Wolfgang Weiler. Erst wenn technisch gesehen garantiert werden kann, dass Radar, Ultraschall, Kameratechnik und andere Sensoren in unterschiedlichen Umgebungen und bei jeder Witterung so zuverlässig sind wie mehrfach redundante Systeme bei einem Langstreckenjet im störungsfreien Luftraum, sei ein Sprung vom assistierten zum automatisierten Fahren für Versicherer überhaupt denkbar. Manager wie Jörg Rheinländer von der Huk-Coburg oder Frank Sommerfeld von der Allianz sehen durchaus Potenziale um die vernetzte Mobilität. Doch müssen Technologien auch klug umgesetzt werden. Die lange Zeitspanne bis zur marktdeckenden Einführung allein schon rudimentärer Assistenzsysteme betrachten Versicherer kritisch. Nach Berechnungen des GDV werden Kfz-Versicherer selbst bei schneller Verbreitung erst 2035 eine Reduktion von Entschädigungsleistungen aufgrund von Assistenz- und Automatisierungstechnik um nur rund 15 Prozent verbuchen können.