Erschienen in Ausgabe 12-2018Märkte & Vertrieb

Alternativen gibt es zuhauf

Wie Asset Manager im Tiefzinsumfeld ihre instituionellen Kunden mit neuen Produkten überzeugen

Von Nicolas FallerVersicherungswirtschaft

Lesen Sie den vollständigen Artikel

Erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln unserer Fachzeitschriften und Publikationen.

Ob Versicherungsgesellschaften, Pensionskassen, für den Eigenhandel zuständige Bankabteilungen, Staatsfonds oder Family Offices – alle institutionellen Asset-Management-Kunden haben eines gemeinsam: Sie sehen sich mit verschiedensten, bis dahin ungekannten Herausforderungen konfrontiert. Diese wiegen umso schwerer, als sie mit zentralen Fragen wie Regulierung und den historisch tiefen Zinsen zusammenhängen. Die Vielzahl neuer Vorschriften, die in den letzten Jahren von nationalen und supranationalen Regulierungsinstanzen erlassen wurden, wirkte sich in mancherlei Hinsicht auf die Tätigkeit dieser Akteure aus. Die länderübergreifenden Vorschriften, die mit der Solvency II-Reform im Versicherungs- und Rückversicherungsbereich in Kraft traten oder die Eigenkapitalanforderungen, die seit der Rahmenvereinbarung Basel III im Bankensektor gelten, haben das aufsichtsrechtliche Umfeld grundlegend verändert. Die Umsetzung dieser rechtlichen Vorgaben ging mit einem sprunghaften Kostenanstieg einher, welcher die Betriebsmargen belastet, während die technologische Revolution diese Sektoren zu beträchtlichen Investitionen zwingt. Gleichzeitig bereitet die atypische Konstellation an den Finanzmärkten – die hartnäckig historisch niedrigen Zinsen – den Pensionskassen Kopfzerbrechen. Da die Kassen mit den traditionellen Instrumenten nicht genügend hohe Renditen zu erzielen vermögen, besteht die Gefahr, dass einige dieser Einrichtungen ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Die dritte Kategorie von Restriktionen rührt von den Transparenzauflagen her. Deren Erfüllung zieht eine wachsende Komplexität der Reportings nach sich und erfordert eine immer spezifischere Fachkompetenz. Bei den Pensionskassen kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Die Anlagekomitees streben nach einer Vermögensverwaltung, bei der die Kriterien für verantwortungsvolle Investitionen eingehalten werden.

Flexibilität des Partners wird immer wichtiger

Führt diese Flut von Anforderungen, denen institutionelle Akteure auf Gedeih und Verderb zu genügen haben, gezwungenermaßen zu einer schwachen Performance und stagnierenden Margen? Nicht unbedingt. Die flexibelsten unter den Asset Managern waren bislang stets in der Lage, mit den Herausforderungen ihrer Kundschaft umzugehen. Neben der Beratung können diese Experten auch auf Lösungen zurückgreifen, die auf die finanziellen, gesetzlichen und normativen Vorgaben der einzelnen Kunden zugeschnitten sind. Im aktuellen Tiefzinsumfeld beispielsweise kann der…