Erschienen in Ausgabe 11-2018Trends & Innovationen

Scholz senkt Beiträge für die Zinszusatzreserve

Von VW-Redaktion

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Die Zinszusatzreserve wurde 2011 eingeführt. 2017 waren so 60 Mrd. Euro zusammengekommen und laut GDV könnte der Topf bis 2023 auf 130 bis 180 Mrd. Euro ansteigen. Genug als Sicherheitspuffer, betont der Branchenverband. Künftig sollen diese Kapitalpolster langsamer aufgestockt werden. Staatssekretär Jörg Kukies sagte auf einer GDV-Konferenz in Berlin, dass Bundesfinanzminister Olaf Scholz die Verordnung zur sogenannten Zinszusatzreserve unterschrieben habe. Die veränderte Rechenformel für die Zinszusatzreserve könnte den Gesellschaften Ersparnisse in Höhe von rund zwei Dritteln bescheren. Umgerechnet wären das knapp 14 Mrd. Euro für das Jahr 2018, hat die Ratingagentur Assekurata berechnet. Das für die Branche vor allem wegen der niedrigen Zinsen wichtige Vorhaben ist am 22. Oktober im Bundesgesetzblatt erschienen. Laut Bafin liegt der Referenzzinssatz für 2018 bei 2,09 Prozent nach 2,21 Prozent im Jahr 2017.Der Bund der Versicherten (BdV) begrüßte es, dass die Branche„kurzfristig Entlastung“ bekomme. Allerdings soll die „Fehlkalkulation der Versicherer ehrlich als Ursache des Problems“ benannt werden.