Quelle: Ergo Group
Erschienen in Ausgabe 11-2018Trends & Innovationen

Ergo verkauft Lebentochter in Russland

Von VW-Redaktion

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Die Ergo Group hat ihre Leben-Tochtergesellschaft Ergo Russia Life an Rosgosstrakh verkauft – dem Nachfolger des sowjetischen Staatsversicherers Gosstrakh und Marktführer im Segment Nicht-Leben. Über den Kaufpreis wurde offiziell nichts bekannt. Im ersten Halbjahr sammelte die Russlandtochter den jüngst veröffentlichten Zahlen nach umgerechnet gut 31 Mio. Euro an Versicherungsprämien ein. Der Kaufpreis soll Schätzungen zufolge in etwa diesem Bereich liegen. Für Ergo ist der Verkauf logisch, da der Düsseldorfer Versicherer über kein gutes Vertriebsnetz in dem riesigen Land verfügt. Für Rosgosstrakh und dem Eigentümer, der russischen Bank Otkrytije, ist der Zukauf gleichbedeutend mit einem Neustart. Die russische Zentralbank musste den Versicherer vor der Pleite retten, nachdem das mit zweistelligen Wachstumsraten glänzende Kfz-Geschäft im gesamten Land  eingebrochen ist. Nicht so sehr die hinzugewonnenen Kunden waren ausschlaggebend für den Kauf, sondern die Produktpalette, die IT und das vorhandene geschulte Personal, begründete Rosgosstrakh-Chef Nikolaus Frei den Deal.