Erschienen in Ausgabe 11-2018Trends & Innovationen

"Wer sich selbst nicht hinterfragt, den fragt bald niemand mehr an"

Von Martin GräferVersicherungswirtschaft

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Wie rüstet sich eine mittelständische Versicherungsgruppe für die Zukunft? Wie schafft man es, als Unternehmen 160 Jahre alt zu werden und trotzdem jung zu bleiben? Und wie gelingt es einem Versicherer, sich ein positives Image zu erarbeiten und als unverwechselbare Marke Profil zu zeigen? Unser Geburtsjahr ist 1858, damit sind wir die älteste Versicherung Deutschlands, die von Anbeginn an das „Bayerische“ im Namen trägt. So stolz wir unsere Historie auch feiern, für uns ist das kein Grund, sich zurückzulehnen – im Gegenteil: Aktuell haben wir uns das umfangreichste Transformationsprogramm unserer Geschichte verordnet. Wir erstellen gerade für unsere Versicherungsgruppe eine neue DNA und wir verändern unsere strategische Ausrichtung, um in diesen Zeiten des Umbruchs in der Versicherungsbranche bestens für die Zukunft aufgestellt zu sein. Ganz nach dem Motto: Wer sich nicht selbst hinterfragt, den fragt bald niemand mehr. Dazu ist es notwendig, neu zu denken und sich kritisch mit dem Erreichten auseinanderzusetzen. In den vergangenen Jahren haben wir hart daran gearbeitet, unsere wirtschaftlichen Grundlagen zu verbessern, Eigenmittel aufzubauen und unsere Marke sowie unser Produktportfolio nachhaltig zu optimieren. Heute freuen wir uns darüber, dass die Unternehmen unserer Gruppe auch den Anforderungen der Nullzinsphase gewachsen sind und wir insbesondere unsere Eigenmittel auf ein neues Rekordniveau in der Firmengeschichte aufbauen konnten. Das ist eine ordentliche Basis, um nun die nächsten Schritte zu gehen. Mit unserem neuen Transformationsprogramm mit dem Titel „die Bayerische goes Amazon“ verfolgen wir kompromisslos das Ziel, uns auf den Kunden auszurichten. Wir wollen natürlich den amerikanischen Online-Händler nicht kopieren, sondern uns dessen konsequente Kundenorientierung zu eigen machen.

Für diesen Veränderungsprozess sind wir bereit, sprichwörtlich keinen Stein auf dem anderen zu lassen und an jeder Stelle danach zu streben, für unsere Kunden wertvoll, verständlich und sympathisch zu werden. Das ist keine Aufgabe, die wir von heute auf morgen erfüllen werden können. Doch sie beginnt mit den ersten Schritten. Und die gehen wir konsequent an. Wir investieren in unsere Prozesse, in unsere IT, wir stellen Mitarbeiter ein - die Gruppe insgesamt steigert ihr Personal allein in diesem Jahr um rund 12 Prozent. Dabei bieten wir nicht nur Versicherungslösungen an, die Unternehmen unserer Gruppe sind auch für viele Wettbewerber tätig und tragen dazu bei…