Quelle: ak
Erschienen in Ausgabe 11-2018Köpfe & Positionen

Synergiemodus an

Versicherungsentscheider zwischen Partnerschaften, Potenzialen und neuen Risiken

Von VW-RedaktionVersicherungswirtschaft

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Mobilität auf dem Prüfstand

Zukunftsmarkt Mobilität, „Mobility as a Service“ - nichts bleibt wie es ist. Unter dieser Überschrift diskutierten Fach- und Branchenexperten auf dem Car Data Kongress in Köln. Mit welchen Szenarien haben Versicherer und zwar nicht nur solche mit einem starken Kfz-Geschäft in der Zukunft zu rechnen? Wie können Marktpositionen gehalten und sogar verbessert werden? Und wer wird schließlich Herr über die Daten, wenn Autos demnächst zu rollenden Ipads werden? Marcus Willand, Associate Partner Mobility bei der MHP-Management- und IT Beratung GmbH, einer Tochtergesellschaft der Porsche AG, stellte die Frage, ob es reicht, künftig lediglich auf das Thema Mobilität zu setzen. Vor allem mit Blick auf Internetgiganten wie Amazon, Uber oder DIDI. Jan-Hendrick Wolf, R+V Allgemeine Versicherung, stellte indes fest, dass automatisiertes Fahren Technologien, Gewohnheiten und Verkehrsszenarien revolutionieren mag, ein versicherungstechnischer Paradigmenwechsel sei jedoch zumindest derzeit noch nicht in Sicht. Dass Versicherer auf dem Mobilitätsmarkt durchaus nach vorne denken, zeigt die Gothaer, die mit dem Berliner Start-up Emil Anfang des Jahres einen neuen Telematik-Tarif entwickelt hat und der nun am Markt platziert wird.

Schwere Industrierisiken

"Für schwere Risiken fordern die Versicherer teilweise bis zu 20 Prozent mehr Prämie“, warnte Georg Bräuchle, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Versicherungsmakler, dessen Tätigkeit ab dem 16. November Funk-Manager Yorck Hillegaart übernimmt, beim Pressemeeting in Hamburg. Ausgelöst wurden die Preiserhöhungen von der HDI Versicherung. Betroffen sind die Sparten Gebäude, Feuer, Naturgefahren und Betriebsunterbrechung. Durchschnittliche und leichte Risiken wären bisher von der Preiswelle noch nicht betroffen. Gleichzeitig würden die Versicherer bestimmte Branchen pauschal nicht mehr versichern. Betroffen wären in der Sachversicherung beispielsweise die Branchen Holz, Kunststoff und Recycling. In der Haftpflicht gäbe es solche Zeichnungsverweigerungen unter anderem bei Pharma und Medizinprodukten. „Es spielt keine Rolle mehr, wie gut ein Unternehmen individuell geschützt ist“, kritisierte Bräuchle. Höhere Prämien könne man den Kunden mit exponierten Risiken erklären, eine generelle Verweigerung des Schutzes hingegen nicht mehr. Auch bei Cyberpolicen zeichnet sich laut dem BVDM eine Trendwende ab. „Die Versicherer sind mit Kapazitäten vorsichtiger“, sagt Bräuchle. (usk)

Quelle: usk

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