v.l. Frederick Roßbeck, Vorstandsvorsitzender, und Frank A. Werner, Vorstandsmitglied, Feuersozietät und Öffentliche Lebensversicherung Berlin Brandenburg
v.l. Frederick Roßbeck, Vorstandsvorsitzender, und Frank A. Werner, Vorstandsmitglied, Feuersozietät und Öffentliche Lebensversicherung Berlin BrandenburgQuelle: Feuersozietät und Öffentliche Lebensversicherung Berlin Brandenburg
Erschienen in Ausgabe 11-2018Unternehmen & Management

„Der Abschluss einer Versicherung ist in vielen Situationen immer noch Vertrauenssache"

Frederick Roßbeck, Vorstandsvorsitzender, und Frank A. Werner, Vorstandsmitglied, Feuersozietät sowie Öffentliche Lebensversicherung Berlin Brandenburg, im Doppelinterview über den Ehrgeiz, historisch gewachsene Strukturen in eine digitale Welt zu überführen

Versicherungswirtschaft

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Roßbeck: Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum bevorstehenden 300. Jubiläum, das ja offiziell am 29. Dezember stattfindet. Damals hatte König Friedrich Wilhelm I. mit seiner Unterschrift die Sozietät urkundlich genehmigt. Sie sind auch heute noch ein regional tätiger Versicherer. Hat sich also gar nichts getan in drei Jahrhunderten?

Roßbeck: Zunächst vielen Dank für die Glückwünsche. Und, um es gleich vorwegzunehmen: Es hat sich natürlich - wie in unserer gesamten Gesellschaft, unserem Land, ja der ganzen Welt - eine ganze Menge getan. Hätte sich die Feuersozietät nicht immer fortentwickelt, gäbe es sie heute nicht mehr. Ohne Veränderungen kann kein Unternehmen eine so lange Zeit am Markt bestehen. Ich bin überzeugt, dass nur ein modernes Unternehmen, das sich den Herausforderungen der jeweiligen Zeit stellt, 300 Jahre alt werden kann und eine Zukunft hat.

Werner: Veränderungen ziehen sich wie ein roter Faden durch die unterschiedlichen Etappen der Unternehmensentwicklung. Nehmen wir beispielsweise die Gründungsphase. Damals musste ein Modus gefunden werden, um die Beiträge zu berechnen. Die Feuersozietät entwickelte ein Kataster, das der Berliner Senat gerne heranzog. Oder nehmen Sie die Zeit nach der deutschen Wiedervereinigung, als die Feuersozietät mit sehr viel Engagement dran ging, ihr ursprüngliches Geschäftsgebiet in Ost-Berlin und in Brandenburg wieder zu erschließen. Über die Vielzahl von Veränderungen, denen sich die Feuersozietät unterzogen hat, gibt übrigens unsere Chronik Auskunft, die wir anlässlich des Jubiläums mit großer Leidenschaft erstellt haben. Sie steht für alle Interessierten auf unserer Homepage.

Seit 14 Jahren gehören die Feuersozietät und die Schwester Öffentliche Lebensversicherung Berlin Brandenburg zur Versicherungskammer, die sich zum siebtgrößten Erstversicherer in Deutschland entwickelt hat und überregional unterwegs ist. Wie selbstständig sind Sie noch in Ihren Entscheidungen?

Roßbeck: Selbstständigkeit in jeder Hinsicht ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist die Fähigkeit, Kundenbedürfnisse und Herausforderungen des Marktes richtig zu bedienen. Das gelingt uns als Teil eines starken und leistungsfähigen Konzerns sehr gut. Feuersozietät und Öffentliche Leben sind seit 2013 vollständig in den Konzern Versicherungskammer integriert und arbeiten nach dem konzernweit einheitlichen Betriebsmodell. Es werden alle Funktionen im Konzern nur einmal vorgehalten. Wir können auf diese Dienstleistungen zurückgreifen, beispielsweise in…