Erschienen in Ausgabe 10-2018Trends & Innovationen

Provinzial-Fusion vor Abschluss

Von VW-Redaktion
Die Provinzial Rheinland und Nordwest haben einen Fusions-Vorschlag erarbeitet. Sollten die Gremien der Anteilseigner dem zustimmen, würde durch ein Zusammengehen der beiden Gesellschaften der größte öffentliche Komposit- und Lebensversicherer mit einem Beitragsvolumen von fast sechs Mrd. Euro entstehen. Die Eckpunkte des Vorhabens: Wolfgang Breuer, der bisherige Chef der Provinzial Nordwest, wird der neuen Provinzial vorstehen. Das Unternehmen besitzt die Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG). Die Provinzial Rheinland Holding soll hingegen auf rheinischer Seite als Zwischenholding bestehen bleiben. Die Holding des fusionierten Instituts wird in Münster angesiedelt und der Sitz des gemeinsamen Kompositversicherers mit dem Vertriebsgeschäft in Düsseldorf. Zudem sollen in Kiel eine Lebensversicherung sowie die Provinzial Nord Brandkasse AG angesiedelt werden. Die Schwerpunktaktivitäten in Rheinland-Pfalz sollen vor allem in der Hauptniederlassung Koblenz möglichst ausgebaut – zumindest aber beibehalten werden. Alle anderen Standorte (Detmold, Hamburg) sollen regionale Niederlassungen mit operativen Funktionen bleiben. Die Gewerkschaft Verdi betont, nicht gegen eine Fusion zu sein, will aber bei der finalen Entscheidung mitreden. vw