Quelle: © Scor
Erschienen in Ausgabe 10-2018Trends & Innovationen

Scor-Chef Kessler bietet Covéa die Stirn

Von VW-RedaktionVersicherungswirtschaft
Covéa war 1999 im Wege der Fusion aus den als separate brands weiter im Markt agierenden Mutuelles MAAF, MMA und GMF entstanden. Ihre Historie ähnelt etwas den Anfängen von Axa. Das Unternehmen hält bereits acht Prozent an Scor und wollte 43 Euro je Aktie bieten, 20 Prozent mehr als den gegenwärtigen Aktienkurs, aber immer noch weniger als die von Analysten als eigentlichen Wert veranschlagten 45 Euro je Aktie. Das Kaufangebot von insgesamt 8,3 Mrd. Euro lehnte Scor-Chef Dennis Kessler ab. Für ihn sei Covéa kein geeigenten Eigner für einen internationalen Rückversicherer. Der Gegenseitigkeitsversicherer Covéa, der 90 Prozent seines Geschäfts in Frankreich macht und dort 11,5 Millionen Kunden zählt, will weiterhin eine freundliche Übernahme forcieren – ein zweites Angebot steht bevor. Covéa beziffert die eigene Solva-Quote mit 372 Prozent und verfügt über den finanziellen Spielraum. Kessler  könnte bald einlenken, denn andere Eigner wie CIAM, die 0,77 Prozent an Scor halten, befürworten eine Übernahme.