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Erschienen in Ausgabe 10-2018Trends & Innovationen

Schaden-Prisma September 2018

In Asien und Amerika nimmt die Sturmsaison Fahrt auf

Von VW-RedaktionVersicherungswirtschaft
Hurrikan „Florence“ wird für die Versicherer günstiger als zunächst erwartet. Willis Towers Watson rechnet nur noch mit einem versicherten Schaden von 2,5 Mrd. Dollar bis fünf Mrd. Dollar statt wie bislang mit bis zu 20 Mrd. Dollar. Das Risikoanalyseunternehmen Air Worldwide schätzt die Schäden maximal auf 4,6 Mrd. Dollar. Laut Experten dürfte das vor allem die Bilanzen der Munich Re und Swiss Re treffen. Der Hurrikan hatte sich stark abgeschwächt, bevor er auf die US-Küste traf. Durch seine verringerte Geschwindigkeit fallen die Schäden durch Starkregen und Sturmfluten allerdings umso stärker aus. Bei den meisten Schätzungen sind die Hochwasserschäden noch nicht inkludiert. Der Hurrikan traf kein gängiges Hurrikan-Gebiet. Daher sind die Menschen und Betriebe vor Ort gegen mögliche Schäden aus Folgen eines Hurrikans unter- oder gar nicht versichert.

Brasiliens Geschichte nur noch Asche

Das wohl keinerlei Brandschutz aufweisende Nationalmuseum in Rio de Janeiro wurde zum Opfer der durch die Feuerwehr nicht zu bändigenden Flammen. Dies betraf nicht nur das Gebäude, einen nun vom Einsturz bedrohten einstigen Königspalast, sondern auch fast das gesamte 20 Millionen Gegenstände umfassende Inventar – das British Museum zählt nur acht Millionen Gegenstände. Nichts deutet darauf hin, dass auch nur ein Teil der unschätzbaren Sammlungen versichert gewesen sein könnte.
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Japan versinkt erneut Fluten 

Der stärkste Taifun seit 25 Jahren hat Japan an Anfang September stark getroffen. "Jebi" beschädigte Häuser und beeinträchtigte den Flug- und Bahnverkehr. In einer halben Million Haushalten in Zentral- und Westjapan fiel zeitweise der Strom aus. Der Katastrophen-Spezialist Air Worldwide schätzt die versicherten Kosten daraus auf umgerechnet 2,3 Mrd. bis 4,5 Mrd. Dollar. Bereits Ende Juni bis Anfang Juli war der Westen Japans von heftigen Regenfällen betroffen, die zu schweren Überschwemmungen geführt hatten. Seinerzeit wurden die Kosten für Versicherer in einer Ersteinschätzung auf 2,6 bis 4,0 Milliarden US-Dollar beziffert.

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Supertaifun legt China lahm

Der Taifun „Mangkut“ gilt als der mächtigste Sturm des Jahres. Auf den Philippinen und in China hat er mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Asiatische Medien sprechen davon, dass insgesamt rund 50 Millionen Menschen betroffen sind. Die Metropole Hongkong kam beinahe vollständig zum Stillstand. Die Behörden rechnen mit bis zu hundert Toten.
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