Quelle: Alexander Kaspar
Erschienen in Ausgabe 10-2018Köpfe & Positionen

Letzter Aufruf

Versicherungsprofis warnen vor vertanen Chancen, zu viel Regulierung und politischen Risiken

Von VW-RedaktionVersicherungswirtschaft
Mehr als 700 Teilnehmer aus allen Industriesparten machen das alljährliche Symposium des Gesamtverbandes der Versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) zur größten Veranstaltung dieser Art im deutschsprachigen Raum. "Sicheres Handeln in unsicheren Zeiten" hatten sich die Veranstalter als Motto gegeben und damit den Fokus auf die geopolitische Großwetterlage gelegt. Politische Risiken und daraus folgend ökonomische Risiken gelten derzeit als die größtes Risiken im Bereich der Industrieversicherung, wie Alexander Mahnke, Vorsitzender des GVNW in seinem Eröffnungsvortrag ausführte. Ab sofort können z.B. Geschäfte mit der unter US-Bann liegenden Iranischen Republik wohl kaum mehr ohne unkalkulierbare Sanktionen, die vor allen Dingen auch die Versicherer als Dienstleister betreffen, abgewickelt werden. Daneben gilt im Rahmen der Digitalisierung der "unexpected disrupter" als größte Herausforderung für die Branche. Doch niemand will hier wie ein Kaninchen auf die Schlange starren, sondern aktiv auch die digitalen Risiken als Chancen begreifen und managen. Internet of Things (IoT) und Industrie 4.0 bieten hier vor allem für den Standort Deutschland ein weites Feld der Entwicklung. ak

Telematik auf dem Vormarsch

Auf der K-Tagung, eine gemeinsame Veranstaltung zu Telematik von SCOR Global P&C Deutschland und Meyerthole Siems Kohlrus (MSK), war Onnen Siems davon überzeugt, dass jeder Kfz-Versicherer bald einen Telematik-Tarif anbieten wird. Der MSK-Geschäftsführer  erwartet eine ähnliche Entwicklung bei Telematik-Tarifen wie vor einigen Jahren bei den Werkstattmodellen. Heute hat fast jeder Kfz-Versicherer einen Kaskotarif mit einer sogenannten Werkstattbindung. Autofahrer erhalten einen Rabatt bei der Versicherungsprämie. Laut einer Auswertung von MSK gibt es mittlerweile schon 300.000 Telematik-Verträge. vw

Quelle: usk

Kampf gegen Cybercrime

Der Verein zur Förderung der Versicherungswissenschaft in Berlin traf in seinem 40. Versicherungswissenschaftlichen Fachgespräch den Nerv der Zeit. Vor restlos gefüllten Räumlichkeiten im DIN Gebäude der Hauptstadt informierten sich Mitte September mehr als 150 Manager über die "Absicherung von IT-Sicherheitsrisiken durch moderne Cyber-Risiken." Cybercrime ist ein komplexes Feld, Kundenbetreuung ist aus Sicht von Versicherern in klassischer Form hier nicht denkbar, waren sich die Teilnehmer und Redner einig. vw
Quelle: Sascha Schulz

IFRS-17 Zeitplan bleibt erhalten

Der neue Rechnungslegungsstandard für Versicherungsverträge IFRS 17 hat aus Sicht deutscher Versicherungsunternehmen noch erhebliche Mängel, doch eine Verschiebung des Projektes über das angedachte Jahr 2021 hinaus könnte weitere Probleme bringen. „Ich beobachte das Projekt mit einigen Fragezeichen und Sorge“, sagte GDV-Geschäftsführer Dr. Axa Wehling am Donnerstag auf der SZ-Fachkonferenz „Die CFO-Agenda“. Bei der EFRAG (European Financial Reporting Advisory Group) sei das Projekt „in schwieriges Fahrwasser“ gekommen, und es seien nun „substanzielle Verschiebungen“ zu befürchten, so Wehling. vw
Quelle: lie