Erschienen in Ausgabe 1-2018Trends & Innovationen

Insurtechs geht das Geld aus

Von David Gorr

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Die deutsche Insurtech-Szene wächst, reift – und droht in eine Finanzierungsklemme zu geraten. So lautet das Fazit der Studie "Insurtech-Radar 2017" der Unternehmensberatung Oliver Wyman und des Lebensversicherungsaufkäufers Policen Direkt. Gab es Mitte 2016 noch 53 Insurtechs, sind es aktuell 109. Mit 40 Prozent überwiegen Vertriebsmodelle, aber Betrieb (38%) und Angebot (22%) haben stark aufgeholt. Doch nicht alle werden sich mit ihrem Geschäftsmodell durchsetzen, prognostizieren die Studienautoren. Es werde zu einer Marktbereinigung kommen, da echte Disruption durch Start-ups im Versicherungsmarkt nach wie vor eine eine Ausnahme bleibt. Das Zusammengehen des digitalen Versicherungsmaklers Knip mit dem niederländischen Software-Unternehmen Komparu werten die Studienautoren als wohl größten Exit der vergangenen Monate. Ausbleibende Finanzierungen könnten die weitere Marktbereinigung befeuern. Über 70 Prozent aller Insurtechs sind laut Studie auf Geldsuche – entweder suchen sie akut oder bereiten eine Finanzierungsrunde vor. Während Gründer noch einfach an Startkapital kämen, seien spätere Anschlussfinanzierungen schwer zu bekommen. Nur wenige haben das Glück, Geld von Versicherern zu erhalten. Zuletzt investierte die Allianz 96,6 Mio. Euro in den digitalen Mikroversicherungsanbieter Bima, Helvetia stieg mit einem einstelligen Millionenbetrag beim estnischen Insurtech Inzmo ein, die Deutsche Rück beteiligt sich mit