Quelle: picture alliance / AP Photo
Erschienen in Ausgabe 3-2018Trends & Innovationen

Schaden-Prisma Februar 2018

Taiwans Gebäude versinken im Sand, deutsche Autobahn im Moor

Versicherungswirtschaft

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Zahlreiche Erdbeben haben im Februar zu Leid und Zerstörung geführt. Eine Stärke von 7,2 auf der Richterskala wurde in Mexiko registriert. Das Zentrum lag knapp zehn Kilometer südlich der Stadt Pinotepa Nacional im Bundesstaat Oaxaca im Süden des Landes. In den Stunden nach dem Erdstoß wurden 150 Nachbeben registriert. Es gebe nur kleinere Schäden, sagte Bürgermeister Miguel Ángel Mancera. In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist. Seltener wackelt die Erde hingegen auf den britischen Inseln. Mit einer Stärke von 4,4 wurde Wales und Südengland am 17. Februar durchgeschüttelt. Damit war es das stärkste Erdbeben seit zehn Jahren. Einige Gebäude wurden evakuiert, es gab keine größeren Schäden. Am 6. Februar hat die Erde mit einer Stärke von 6,0 auch an der Ostküste Taiwans gebebt. Vor allem die Touristenstadt Hualien wurde stark getroffen. Mindestens vier Gebäude stürzten dort ein. Die Mehrzahl der 15 Toten, darunter auch Chinesen und Kanadier, wurde aus den Trümmern des "Yunmen Cuiti Building"  geborgen. Das  zwölfstöckige Wohnhaus neigte sich  gefährlich zur Seite, weil die untersten Etagen einstürzten. Rettungskräfte versuchten, das Haus mit Stahlträgern zu stützen. Ferner wurden Brücken und Schnellstraßen in der ganzen Stadt gesperrt, da der Asphalt durch die Kraft des Bebens Beulen geworfen hatte. In Taiwan bebt immer wieder die Erde, weil vor der Insel zwei tektonische Platten aufeinandertreffen. Behörden machen jedoch nicht nur die Naturgewalten für einstürzende Gebäude verantwortlich, sondern auch nicht eingehaltene Sicherheitsvorschriften und Pfusch am Bau. 
Ganz ohne Erdstöße, aber durch ähnliche Fehlkalkulationen am Bau ist ein knapp 100 Meter langer Abschnitt der Autobahn 20 bei Tribsees in Mecklenburg-Vorpommern abgesackt. Im vergangenen Oktober war nur die Fahrbahn in Richtung Rostock betroffen, nun auch die Spur in Richtung Stettin. Das kam für das Verkehrsministerium wenig überraschend, teilte eine Sprecherin mit. Erste Risse waren schon 2016 bemerkt worden. Das Problem ist der torfhaltige Untergrund. Die A 20 führt bei Tribsees durch ein Moorgebiet. Experten vermuten, dass zu schwache Stützpfeiler verwendet wurden. Der betroffene Abschnitt galt bereits beim Bau als schwierigster Abschnitt auf den gesamten 324 Kilometern des längsten deutschen Autobahnneubaus seit 1945. Mit Baukosten von…