Erschienen in Ausgabe 9-2017Unternehmen & Management

Brain-Storm im Maschinenraum

Risikomanagement beim Hidden Champion Knorr-Bremse

Von Alexander KasparVersicherungswirtschaft

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Wie häufig haben Sie Kontakt mit Ihrem Versicherungsmakler?“ Über die Antwort muss Sebastian Schneider, Risikomanager beim Münchener Hidden Champion Knorr-Bremse nicht lange nachdenken: „Täglich!“, so die Antwort des 33-jährigen Versicherungsexperten. Das ist bei einem Konzern mit weltweit rund 25.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von knapp 5,5 Mrd. Euro im Jahr 2016 auch kein Wunder. Als einer der global größten Hersteller von Brems-, Sicherheits- und Peripheriesystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge, dem im Alltag mehr als eine Milliarde Menschen als Passagiere und dutzende Hersteller als Zulieferer vertrauen, ist das Thema Sicherheit und Versicherung seit der Gründung der Knorr-Bremse im Jahre 1905 ins unternehmerische Genom eingeschrieben.
Produktionsausfälle oder Systemversagen kann man sich nicht leisten, deshalb hat der Bereich Riskmanagement hier oberste Priorität. Schlank aufgestellt mit direktem Kontakt zum Finanzvorstand versteht sich die Abteilung um Sebastian Schneider als Querschnittsressort, welches vom ersten Brainstorming bis zum Start eines neues Standortes, einer neuen Produktlinie oder einer neuen Dienstleistung jeden Entwicklungsschritt begleitet und berät. Ohne deren Placet bewegt sich kein Band, nimmt kein Arbeiter ein Werkzeug in die Hand. Zusätzlich hat Knorr-Bremse mit der Einrichtung des neuen Konzernbereichs Corporate Security und der Installation eines Chief Security Officer (CSO) vor gut einem Jahr auf die wachsende Bedeutung versicherungstechnischer sowie rechtlicher Fragen reagiert. Dort werden konzernweite Sicherheitsstrategien entwickelt, um Risiken und Auswirkungen von sicherheitsrelevanten Betriebsstörungen zu managen.

Global Player fordern von Versicherern internationale Netzwerke

Konkret geht es unter anderem um wirkungsvolle Meldesysteme im Falle externer Bedrohungen, zum Beispiel – ganz aktuell – durch terroristische Attacken im Umfeld der Standorte, die unternehmerische Fürsorgepflicht und Sicherheit auf Geschäftsreisen sowie um konkrete Versicherungsfragen. Knorr-Bremse arbeitet hier mit einem Maklerunternehmen zusammen, wie Schneider erklärt. „Gerade bei der Wahl der Versicherer spielt die Expertise mit komplexen Industrieunternehmen sowohl für die Risikoanalyse als auch in der Schadenverhütung eine große Rolle. Im Schadenfall muss der Versicherer über hohe Kompetenz und langjährige Erfahrung in der Branche verfügen.“ Dies fange bei der Auswahl von geeigneten Sachverständigen an und ende bei der zügigen…