Erschienen in Ausgabe 9-2017Unternehmen & Management

Universa: Wachstum in Kranken und Leben, Schaden und Unfall mit Beitragsminus – Abschlusskosten gehen deutlich zurück

Von Reinhold MüllerVersicherungswirtschaft

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Bewirkt wurde das Wachstum der gebuchten Bruttobeiträge um insgesamt 0,8% bei den drei Universa-Gesellschaften im Geschäftsjahr 2016 einerseits erneut von der Lebensversicherung, wo sie um ebenfalls 0,8% zulegten, sowie von dem größten Bereich des Gegenseitigkeitsvereins, der Krankenversicherung, mit einem Beitragsplus von 1,1%. In der Schaden- und Unfallversicherung sanken sie dagegen um 5,2%.
Letzteres ist laut Geschäftsbericht vorrangig auf die Beendigung eines Großkundenvertrags im Haftpflichtbereich mit einem Jahresbeitragsvolumen von rund 1,5 Mio. Euro zurückzuführen. Rückläufig waren die Beitragseinnahmen jedoch auch in der Kraftfahrtversicherung. Dagegen legten sie in der verbundenen Wohngebäudeversicherung leicht zu. Gleichzeitig gingen bei der Universa Allgemeine Versicherung AG die Gesamtschadenaufwendungen – unter Berücksichtigung der Anteile aus dem Rückversicherungsschutz – um 18,7% auf 6,8 Mio. Euro zurück, was zu einem starken Rückgang der Schaden-Kostenquote führte. Die gesamten Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb verminderten sich ebenfalls von 9,3 Mio. auf 8,2 Mio. Euro. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung verbesserte sich dadurch von 7,4 Mio. auf 9 Mio. Euro. Das gesamte Kapitalanlageergebnis in der Schaden- und Unfallversicherung stieg – hauptsächlich durch den verringerten Abschreibungsbedarf – von 2 Mio. auf 2,5 Mio. Euro an. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit nahm von 9,2 Mio. auf 10,6 Mio. Euro zu. Das Geschäftsjahr ist damit in der Schaden- und Unfallversicherung laut Geschäftsbericht „sehr gut verlaufen“. Das Ergebnis nach Steuern fiel von 10 Mio. auf 7,8 Mio. Euro.
In der Krankenversicherung wuchs der Überschuss vor Steuern ebenfalls an und erreichte 92,4 Mio. Euro. 2015 waren es 86,2 Mio. Euro gewesen. Nach Steuern wurde hier ein von 77,8 Mio. auf 86 Mio. Euro erhöhter Überschuss ausgewiesen. Vom erzielten Überschuss wurden der erfolgsabhängigen Rückstellung für Beitragsrückerstattung 75 Mio. – im Vorjahr 66,8 Mio. Euro – zugewiesen und der erfolgsunabhängigen RfB weitere 0,5 (2015: 0,4) Mio. Euro. Die RfB-Quote stieg von 41,5 auf 47,2%. In die anderen Gewinnrücklagen wurden wie im Vorjahr 11 Mio. Euro eingestellt, womit sich die Eigenkapitalquote von 27,9 auf 31,3% verbesserte. Die Zahl der Tarifversicherten stieg bei der Universa Krankenversicherung a. G. im Berichtsjahr von 885.799 auf 886.477, wobei die Zahl der Vollversicherten um 0,5% sank. Der Gesamtbestand an…