Erschienen in Ausgabe 9-2017Unternehmen & Management

Interrisk: Günstige Schadenlage befeuert Wachstum – mehr Kapitalerträge – Abschlusskostensatz geringer

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Die zur Wiener Städtischen gehörende Interrisk Versicherungs-AG Vienna Insurance Group und Interrisk Lebensversicherungs-AG Vienna Insurance Group haben für 2016 an eine Zwischenholding der Gruppe mit 16,4 (14,3) Mio. Euro erneut fast den gesamten Gewinn abgeführt. Mit 190,2 Mio. Euro Beitrag (+8,3) wurde nach einer günstigeren Schadenlage und mehr Kapitalerträgen ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 23,3 (21,4) Mio. Euro erwirtschaftet. Laut SFCR-Bericht belaufen sich die SCR-Bedeckungsquote des Kompositversicherers auf 352% und des Lebensversicherers auf 292%. Die mit einem Anteil von 56,5 (58)% in der Unfallversicherung tätige Interrisk Versicherungs-AG wuchs 2016 stärker als der Marktdurchschnitt und plant eigenem Bekunden nach das überdurchschnittliche Wachstumstempo 2017 mit den bestehenden sowie neuen Produkten beizubehalten. Hinter dem Beitragsplus 2016 von 8,0% steckt eine Neuproduktion von 14,2 (12,0) Mio. Euro. Die Sparten Wohngebäude und Haftpflicht wuchsen etwas stärker, was den etwas geringeren Unfallanteil begründet.
Die Unfallsparte buchte 61,5 Mio. Euro Beitrag (+6,3%) und erzielte 10,5 (8,5) Mio. Euro versicherungstechnischen Gewinn f.e.R. Das Plus resultiert aus einer besseren Netto-Kostenlage. Für Geschäftsjahresschäden wurden 38,0 Mio. Euro (+5,3%) aufgewendet. Das Abwicklungsergebnis verschlechterte sich erneut um 42,2% auf 6,0 Mio. Euro. Damit stieg die Schadenquote brutto um 0,7% auf 52,3 (51,6)% bzw. netto 53,6 (53,3)%. Über alle Sparten nahm die Zahl der gemeldeten Schäden um 4,3 auf 23.865 ab. Der durchschnittliche Schadenaufwand betrug 2.864 Euro (+4,2%). Die Aufwendungen für Versicherungsfälle waren mit 67,8 Mio. Euro trotz des Beitragswachstums nur um 0,3% höher. Doch der Abwicklungsgewinn fiel mit 10,4 (14,4) Mio. Euro erneut niedriger aus, sodass sich die Gesamtschadenquote doch nur auf 53,6 (54,0)% verringerte. Die Schwankungsrückstellung war mit 3,7 (2,9) Mio. Euro zu dotieren. Insgesamt belaufen sich die versicherungstechnischen Rückstellungen auf 122,09 (108,59) Mio. Euro.
Der um 3,2% auf 202,9 Mio. Euro gestiegene Kapitalanlagebestand erzielte eine laufende Durchschnittsverzinsung von 4,9 (5,2)% bzw. eine Nettoverzinsung von 5,3 (4,9)%. Zum Bilanzstichtag hatten die Kapitalanlagen per Saldo 32,9 (29,1) Mio. Euro Bewertungsreserven. Der Lebensversicherer steigerte seine Neuproduktion um 9,0% auf 5,8 Mio. Euro Jahresbeitrag bzw. um 16,3% auf 158,5 Mio. Euro Beitragssumme. Zuwächse verbuchten die mit einem…