Erschienen in Ausgabe 9-2017Unternehmen & Management

Generali: Rohüberschuss geht voll an Kunden – hohe Gewinnausschüttung vom Kompositversicherer

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Die zur Generali Deutschland Holding AG gehörende Generali Lebensversicherung AG hat im Gj. 2016 nach Zuführung zur Zinszusatzreserve von 528,5 (309,2) Mio. Euro auf 1,95 Mrd. Euro nur noch eine schwarze Null erwirtschaftet. An die Obergesellschaft konnte kein Gewinn abgeführt werden; im Vorjahr waren dies noch 8,9 Mio. Euro gewesen. Der Rohüberschuss geht voll an die Kunden. VWheute hatte unlängst über Branchengerüchte berichtet, wonach die italienische Muttergesellschaft die US-Investmentbank Morgan Stanley konkret damit beauftragt haben soll, einen Verkauf des deutschen Lebensversicherers oder andere Optionen zu prüfen. Für 2017 rechnet der Lebensversicherer mit einer „positiven Entwicklung des Jahresüberschusses“; vorausgesetzt wird dabei eine „positive Entwicklung der Weltwirtschaft und an den internationalen Finanzmärkten“, so der Ausblick im Geschäftsbericht 2016. Die Generali Leben weist für den Stichtag 31. Dezember 2016 eine SCR-Bedeckungsquote von 169 Prozent aus – ohne Anwendung des Transitionals. Dieses wurde nach Unternehmensangaben nicht beantragt. Die Solvenzkapitalanforderung wurde auf Basis des Partiellen Internen Modells der Assicurazioni Generali S.p.A. berechnet.
Sowohl durch einen Rückgang der laufenden wie auch der außerordentlichen Erträge sank das Kapitalanlageergebnis um 14,8% auf 1,54 Mrd. Euro. Die Durchschnittsverzinsung fiel auf 3,0 (3,4)%, die Nettoverzinsung auf 3,8 (4,5)%. Damit hat sich der Rohüberschuss 2016 auf 227,5 (504,4) Mio. Euro mehr als halbiert. Inklusive von 42,0 Mio. Euro Direktgutschrift ging der Rohüberschuss voll an die Versicherungsnehmer. Aufgrund höherer Entnahmen sank die Rückstellung für Beitragsrückerstattung, der 185,5 (446,3) Mio. zugeführt wurden, auf 1,63 (1,81) Mrd. Euro. Davon waren 491,9 (573,4) Mio. Euro freie RfB; das entspricht 30,1% der gesamten RfB. Der Beitragsrückgang um 9,5% auf 3,15 Mrd. Euro ist insbesondere auf einen Rückgang der Einmalbeiträge um 35,5% auf 496,4 Mio. Euro zurückzuführen. Vom eingelösten Neuzugang von 198,3 Mio. Euro laufenden Jahresbeitrags (−11,2%) entfielen 37,7 Mio. Euro auf Berufs-/Erwerbsunfähigkeits- und Pflegerenten (−23,7%), 13,6 Mio. Euro auf Einzelrenten (−32,4%) und 91,1 Mio. Euro auf Kollektivversicherungen (ohne Generali Vitality; +3,1%). Der durchschnittliche Jahresbeitrag der eingelösten Versicherungsscheine erhöhte sich um 10,7% auf 747,9 Euro, was vor allem mit den Berufs-/Erwerbsunfähigkeits- und Pflegerentenversicherungen erklärt wird, deren…