Erschienen in Ausgabe 8-2017

Worldwide.

Von Dr. Dirk SolteVersicherungswirtschaft

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Rückblick auf den 20. Januar 2017. Genau an diesem Tag schlug die Stunde von Donald Trump. Gute sechs Monate ist es mittlerweile her, dass der Unternehmer in seiner neuen Rolle als Präsident der Weltmacht USA vereidigt wurde. Und doch wirkt die Zeit wie eine kleine Ewigkeit, geprägt von fortwährenden Scharmützeln, widersprüchlichen Botschaften und wirtschaftspolitischen Alleingängen. Seine Bilanz fällt entsprechend ernüchternd aus. Kaum ein Gesetzesvorhaben hat Trump durchgebracht, die Verbündeten vor den Kopf gestoßen. Mit Ländern wie Deutschland steht er in der Handelspolitik auf Kriegsfuß – nicht ohne Folgen für die Insurance-Industrie.
Immerhin können angedrohte Zölle, nicht tarifäre Handelsbarrieren und Embargos Exportvolumina verringern. Dadurch wiederum sinken neben dem Umsatz der versicherungsnehmenden Firmen auch die Beitragseinnahmen der Kreditversicherer (siehe Seite 12). Alleine diese Wirkungskette zeigt, wie sehr nationale Märkte in der Interdependenz weltweiter Verflechtung stehen. Trotz latenter Bedrohung durch ein Übermaß an protektionistischer Gesinnung warnen die Versicherer mutig vor zu viel Marktpessimismus und machen damit das einzig Richtige. Global ist normal und muss es bleiben, ausufernder Protektionismus ist es nicht.
Wie sich die Situation auf den Weltmärkten auf das Geschäft der Kreditversicherer auswirkt, erklärt Andreas Tesch, Chief Market Officer von Atradius, im Titelinterview ab Seite 16.
Dass die Allianz kräftig an der Stellenschraube dreht, dürfte nach den Ankündigungen der Vergangenheit nur die Wenigsten überraschen. Bis 2020 will der Konzern rund 700 Stellen abbauen. Weitere 570 Stellen sollen bereits durch entsprechende Altersteilzeit-Verträge weggefallen sein. Mit 300 von insgesamt 2.000 Mitarbeitern wird beim internen Shared-Services Dienstleister fast jede siebte IT-Stelle gestrichen. Der Grund: Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen. Das große Ziel: So etwas wie die digitale Super-Effizienz.
Im Exklusivinterview mit der Versicherungswirtschaft (Seite 32) spricht Allianz Chefstratege Thomas Naumann über , Kritik und wichtige Stellschrauben im digitalen Umbruch.
Fußballcoach Pep Guardiola hat es zum Golfspielen genutzt, Außenminister Sigmar Gabriel für seine Tochter, Xing-Chef Thomas Vollmoeller zum Nachdenken und der ehemalige Ergo-Chef Torsten Oletzky, zugegebenermaßen unfreiwillig, um den Reset-Knopf zu betätigen. Das sogenannte Sabbatical, sprich das temporäre Time-out vom Beruf.
Auch die Versicherer…