Erschienen in Ausgabe 8-2017Unternehmen & Management

Signal Iduna Gruppe: Wachstum bei Vollversicherten – Verluste in Kraftfahrt und Wohngebäude

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Die beiden Krankenversicherer der Signal Iduna Gruppe, die Signal Kranken und die Deutsche Ring Kranken, haben im Gj. 2016 ein knappes Prozent Prämie verloren. Der Grund: 2016 gab es bei den Beitragsanpassungen nur Reduzierungen. „Die Kunden goutieren unsere Beitragsstabilität. Gegen den Trend haben wir fast 3.000 Vollversicherte gewonnen und auch 2017 gewinnen wir gegen den rückläufigen Trend hinzu“, sagte Vorstandschef Ulrich Leitermann in der Bilanzpressekonferenz. Mit einer insgesamt unterdurchschnittlichen Beitragsanpassung zum Jahreswechsel sei die Wettbewerbsposition weiter gefestigt worden. Für Leistungsfälle wendeten die beiden Gesellschaften mit 2,22 Mrd. Euro 2,6% mehr auf. Damit stiegen die Schadenquote bei der Signal KV auf 78,3 (76,8)% und bei der DR Kranken auf 78,1 (75,2)%. Bei nahezu unveränderten Kostenquoten verminderte sich somit die versicherungstechnische Ergebnisquote der Signal auf 10,5 (12,3)% und bei der DR Kranken auf 12,3 (15,2)%. Vorstand Dr. Karl-Josef Bierth berichtete, dass die neu eingeführte Rechnungsapp von den „Kunden gut angenommen“ werde. 7% aller Rechnungen kämen bereits über diese App, weitere 7% über das Online-Portal. Auf der Leistungsseite nimmt nun die „LM+ Leistungsmanagement GmbH Fahrt auf, nachdem kartell- und datenschutzrechtliche Fragen längere Zeit in Anspruch nahmen. Das Gemeinschaftsunternehmen von Barmenia, Gothaer, Hallesche und Signal setzt beim Leistungsmanagement der Voll­versicherungskunden an. Nach Pilotprojekten 2016 werde nun „Psycho“ flächendeckend ausgerollt. Danach folgten „Orthopädie“ und der Einkauf bzw. Dienstleistungsverträge. Über die Aufnahme weiterer Partner werde man von Zeit zu Zeit immer wieder entscheiden. Erzielt wurden 2016 eine Nettoverzinsung von 4,6 (4,3)% bei der Signal bzw. 4,2 (3,9)% bei der DR Kranken. Bei der Signal Kranken beläuft sich die RfB-Quote auf 58,1 (55,6)%, bei der DR Kranken auf 48,3 (42,2)%. Die Solvency-II-Bedeckungsquote betrug Ende 2016 bei der Signal 509% und bei der DR Kranken 507%. Für die Gruppe nannte Leitermann eine vorläufige Solvency-II-Quote von 429%.
Getragen von höheren Einmalbeiträgen hat das Lebensegment das Beitragsminus auf 1,5% begrenzt. Dass das Einmalbeitragsgeschäft entgegen dem Branchentrend höher ausgefallen ist, begründete Leitermann mit „normalen Schwankungen“. Mit einem Anteil von zwischen 10 und 25% der Beitragseinnahmen sei die Gruppe im Einmalbeitrag unterdurchschnittlich vertreten. Die Iduna Vereinigte Lebensversicherung a.G…