Erschienen in Ausgabe 8-2017Unternehmen & Management

Süddeutsche Krankenversicherung VVaG.: Historisches Geschäftsjahr – Kosten gesunken – Gute Kapitalanlagen-Rendite

Von Wolfgang OtteVersicherungswirtschaft

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Für die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) war das Geschäftsjahr 2016 nach eigenen Angaben das beste Geschäftsjahr in der nunmehr 90-jährigen Geschichte des Unternehmens. Wesentliche Eckpunkte der Leistungsbilanz der SDK sind nur moderat höhere Ausgaben als im Vorjahr, die durch ein gestiegenes Kapitalanlagen-Ergebnis, erheblich niedrigere Kosten und einen geringeren Steueraufwand deutlich übertroffen wurden. Für den SDK-Vorstandsvorsitzenden Ralf Kantak ist durch den Wachstumskurs die unternehmerische Unabhängigkeit der SDK gewährleistet. Die Einbindung in die Genossenschaftliche Finanzgruppe bewertete er als ein wesentliches Erfolgsrezept. Der Ertrag stieg im letzten Geschäftsjahr nochmals um 17 Mio. Euro auf 134 Mio. Euro (vor Sondereffekten). Damit konnte dieser Wert gegenüber 2013 – dem Jahr des Dienstantritts von Kantak – um über 40% gesteigert werden. Die Beitragseinnahmen lagen 2016 mit 767 Mio. Euro leicht über denen des Vorjahres mit 766 Mio. Euro. Die Anzahl der Versicherten stieg 2016 auf 655.700 (VJ: 654.700). Die Leistungsausgaben betrugen gegenüber dem Vorjahr 487 Mio. Euro (plus 2,4%). Die Kosten sind um 10,0% von 98 Mio. Euro auf 88 Mio. Euro gesunken. Mit einer Bedeckungsquote von 674% nach SFCR-Bericht, übererfüllt die SDK die aufsichtsrechtlichen Anforderungen deutlich. Die Vorsorgequote betrug 52,4% (Vorjahr: 49,6) vor Sondereffekten und hat damit einen großen Abstand zur Branche, wie Kantak erläuterte. Aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung wurden im Berichtsjahr insgesamt 24,1 Mio. Euro (VJ: 57,2) zur Milderung bzw. Begrenzung von Beitragserhöhungen entnommen. Die Versicherten konnten im Berichtsjahr von einer Beitragsrückerstattung in Höhe von insgesamt 26,4  Mio. Euro (VJ: 26,7) profitieren. Auch für 2017 verspricht die SDK erneut diese hohe Beitragsrückerstattung schon nach nur einem Jahr der Leistungsfreiheit.
Unter Berücksichtigung der Zuführungen zu den Alterungsrückstellungen erhöhte sich die Schadenquote auf 81,0% (VJ: 80,2). Die Abschlusskosten waren im Geschäftsjahr 2016 rückläufig und betrugen 38,9 Mio. Euro (VJ: 45,6). Der Rückgang der Abschlusskosten ist auf Kosteneinsparungen, ein niedrigeres Neugeschäft und auf Umstrukturierungsmaßnahmen im Vertrieb zurückzuführen. Der Abschlusskostensatz ging von 5,9% auf 5,1% zurück. Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um 0,8 Mio. Euro auf 13,7 Mio. Euro (VJ: 12,9). Der Verwaltungskostensatz lag bei 1,8 Prozent und damit weiterhin auf einem niedrigeren Niveau im…