Erschienen in Ausgabe 8-2017Unternehmen & Management

Mecklenburgische: Positiver Ausblick – Muttergesellschaft legt zu – Bewertungsreserven werden geschont

Von Claudia Schmidt-WehrmannVersicherungswirtschaft

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Die Mecklenburgische Versicherungsgruppe in Hannover mit den Sparten Sach-, Lebens- und Krankenversicherung gehört zwar eher zu den Kleinen der Branche, sie wächst aber deutlich schneller als der Markt. Zudem zeigt sie sich rundum solide, denn sie weist Solvabilitätsquoten auf, die ohne Inanspruchnahme von Übergangsregelungen deutlich über 100% liegen. Auch das Jahr 2017 verspricht nach Angaben von Vorstandschef Thomas Flemming nach dem positiven Start gut zu werden. Auf der Schadenseite sei bislang wenig passiert, und Elementarschäden seien ausgeblieben. Um die steigenden Zuführungen zu der Zinszusatzreserve finanzieren zu können, sollen auch 2017 keine stillen Reserven gehoben werden. Dies könnte aber 2018 der Fall sein.Flemming hofft jedoch nach den Wahlen auf eine Änderung des Marktmechanismus, der der Berechnung der Zinszusatzreserve zugrundeliegt.
Laut Flemming strebt inzwischen auch die Bafin eine Änderung an. Daher die Hoffnung, dass die Regierung nach den Wahlen den Vorschlägen folgen wird. Insgesamt rechnet die Gruppe 2017 mit leicht steigenden Beitragseinnahmen, wobei für die Kfz-Versicherung ein schwächeres Wachstum als 2016 erwartet wird. Für die Gruppe rechnet Flemming mit einem positiven Gasamtergebnis auf dem Niveau des Vorjahres. Die ersten Monate bestätigten diese Einschätzung. Im Gj. 2016 hat die Versicherungsgruppe mit ihren 827 Beschäftigten und knapp 800 Ausschließlichkeitsvertretern erfolgreich und in allen Sparten besser als der Markt abgeschnitten. Die gesamten Beitragseinnahmen erhöhten sich um 3,7% auf 540 Mio. Euro. Dabei legte die Muttergesellschaft, die das Kompositgeschäft betreibt, um 3,5% zu, die Lebensversicherung um 3,7% und die Krankenversicherung um 9,1%. Das versicherungstechnische Konzernergebnis stieg auf 22,9 (Vj.: 16,3) Mio. Euro, da der Schwankungsrückstellung mit 2,0 (12,2) Mio. Euro deutlich weniger Mittel zugeführt wurden. Verstärkt wurden allerdings die Rückstellungen für Elementarschadenereignisse, und zwar um 1,4 (-0,3) Mio. Euro. Obwohl der Kapitalanlagenbestand aufgestockt wurde, verringerte sich das Kapitalanlageergebnis im Konzern auf 71,3 (75,8) Mio. Euro. Abschreibungen fielen nicht an, stille Reserven wurden nicht gehoben. Die Geschäftsstrategie der Gruppe ist nach den Worten von Flemming auf die Bereitstellung bedarfsgerechten Versicherungsschutzes mit gesunden Wachtumsaussichten ausgerichtet, damit die Finanzkraft und somit die Unabhängigkeit der Gruppe gewahrt werden kann.
Die in der…