Erschienen in Ausgabe 8-2017Unternehmen & Management

DKV: Verlust von Vollversicherten – Günstige Schadenlage – Gewinnabführung besser

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Die zur Ergo gehörende DKV Deutsche Krankenversicherung AG hat auch im Gj 2016 weiter Vollversicherte und Prämie verloren. Die Zahl der Vollversicherten sank um 2,3%, die Prämie in der Krankheitskostenvollversicherung um 0,6% auf 3,185 Mrd. Über alles nahmen die gebuchten Bruttobeiträge um 0,5% auf 4,7 Mrd. Euro ab. Ursächlich für den Rückgang in den Teilbereichen eine geringere Zahl von Versicherten gewesen. Zudem hätten die Kunden von den online angebotenen Tarifwechselmöglichkeiten Gebrauch gemacht, so der Geschäftsbericht 2016. Die Zahl der Ergänzungsversicherten stieg dagegen um 22.000 bzw. 0,6% auf 3,57 Millionen, sodass sich die Zahl der Versicherten um 0,1% auf knapp 4,37 Millionen erhöhte. In der Krankheitskostenvollversicherung wuchsen die Beiträge um 0,6% auf 3,185 Mrd. Euro – ebenso wie die Leistungsausgaben. Der Zugang sei leicht um 3,8% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, so der Geschäftsbericht. Insgesamt habe sich das Ergebnis in diesem Bereich verschlechtert. Auf die Krankheitskostenteilversicherung entfielen 854,56 (844,8) Mio. Euro. Wegen gleichzeitig zunehmender Leistungsausgaben verharrte das „gute Gesamtergebnis“ dieses Bereichs „nahezu auf Vorjahresniveau“. Für die Krankenhaustagegeldversicherung, die auf ein Beitragsaufkommen von 73,9 (73,3) Mio. Euro kommt, wird von einem negativen Ergebnis berichtet.
Über alles verminderten sich die Aufwendungen für Versicherungsfälle aufgrund einer geringeren Veränderung der Reservierung für das Folgejahr, so der Geschäftsbericht, um 0,9% auf 3,7 Mrd. Euro. Die Schadenquote erreichte 75,2 (78,1)%. Zusammen mit unveränderten Kostenquoten ergab sich somit eine auf 16,0 (13,1)% gestiegene versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote.
Aus den um rund 4% höheren Kapitalanlagen wurde ein um 10,6% auf 1,40 Mrd. Euro gestiegenes Kapitalanlageergebnis erwirtschaftet. Die Nettoverzinsung erhöhte sich auf 3,7 (3,5)%. Die gesamten Erträge fielen mit 1,59 Mrd. Euro 5,2% höher aus als im Vorjahr; davon waren 1,53 Mrd. Euro laufende Erträge (+ 10,9%). Vom Rohüberschuss nach Steuern von 844 (520) Mio. Euro wurden 116 (17) Mio. Euro unmittelbar zugunsten der Versicherten verwendet. Aus dem Bruttoüberschuss nach Steuern von 728 (502) Mio. Euro wurden darüber hinaus 599,9 (400,9) Mio. Euro der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung zugeführt, die damit zum Ende 2016 1,59 (1,55) Mrd. Euro erreichte. Die Überschussverwendungsquote belief sich auf 84,9 (80,5)%, die RfB-Quote auf 32,4 (31,6)%.
Das sonstige…