Erschienen in Ausgabe 8-2017Unternehmen & Management

DEVK Versicherungen: Versicherungstechnik verbessert – Reserven gestärkt – Geringe Solvenzquoten in Leben

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Die DEVK Versicherungen sind im Gj. 2016 erneut schneller als der Markt gewachsen. „Nach den Unwettern im Frühsommer gab es kaum noch nennenswerte größere Ereignisse“, so Vorstandschef Gottfried Rüßmann auf der Bilanzpressekonferenz. Die Zuführung zur Schwankungsrückstellung erreichte im Schadenkonzern mit 58,0 (30,5) Mio. Euro einen neuen Höchstwert. Der Schaden- und Unfallbereich weist eine Combined ratio von 95,0 (97,0)% aus. In der Kfz-Versicherung sank die Quote auf 97,5 (99,8)%; konkret waren es in KH 105%, in Vollkasko 94,3% und in der Teilkasko 86,7%. Mit 2,83 (2,78) Millionen KH-Risiken ist die Gruppe die Nummer fünf in diesem Segment. Die gesamte K-Sparte wuchs um 2,5% auf 998,3 Mio. Euro Bruttobeitrag. Für den Herbst rechnet Rüßmann angesichts der verlustreichen Jahre in der Sparte nicht mit einem erneuten Preiskampf. Mit Telematik hat man sich „intensiv beschäftigt“, wird aber keinen Tarif auf den Markt bringen, weil dieser im Hinblick auf die Margen und die Beiträge nicht marktfähig wäre.
Wachstumstreiber waren die Rechtsschutztochter, die ihre Beiträge sowohl durch mehr Neugeschäft als auch infolge Beitragsanpassungen um 8,7% auf 140,7 Mio. Euro ausbaute, die aktive Rückversicherung mit 279 Mio. Euro Beitrag (+ 7,6%) und die Krankenversicherung. Nach einem um 3,7% auf 670 Mio. Euro verminderten Kapitalanlageergebnis erreichen das Ergebnis der normalen Geschäftigkeit 153,2 (174,3) Mio. Euro und der Jahresüberschuss 80,1 (88,5) Mio. Euro. Das Eigenkapital im Schadenkonzern wurde auf 1,84 (1,72) Mrd. Euro verstärkt, was einer Eigenkapitalquote von 67,2 (64,8)% entspricht. Die gesamte Gruppe kommt auf 1,95 Mrd. Euro Eigenkapital (+ 7,1%). Bei den beiden Lebensversicherern und dem DEVK-Pensionsfonds sanken die Bruttobeiträge um 2,4% auf 945,3 Mio. Euro; das Lebensversicherungsgeschäft im engeren Sinne weist ein Minus von 4% auf. Wie Wettbewerber haben auch die beiden DEVK-Lebensversicherer das Einmalbeitragsgeschäft weiter um 12,4% auf 158,4 Mio. Euro reduziert. Der laufende Beitrag sank um 1,7% auf 661,1 Mio. Euro. Der Rückgang wird auch mit hohen Abläufen von Policen aus den 80er Jahren begründet. Dagegen entwickelte sich das Neugeschäft positiver als im Markt: Das Annual Premium Equivalent (APE) erhöhte sich um 2,3% auf 65,2 Mio. Euro. Verkauft wurden insbesondere die mit weniger Risikokapital zu unterlegenden Risikoleben-, Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeitstarife und fondsgebundene Rentenversicherungen. Im Bestand machten die Verträge mit hohem…