Erschienen in Ausgabe 8-2017Unternehmen & Management

Aachen Münchener: Höhere Gewinnabführung an die Holding – Schadenquote stabil

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Die Aachen Münchener Lebensversicherung AG hat 2016 an die Obergesellschaft Generali Deutschland AG erneut mehr Gewinn ausgeschüttet. Laut Geschäftsbericht 2016 ging der gesamte, durch eine Steuererstattung verbesserte Jahresgewinn von 83,0 (53,0) Mio. Euro an die Generali Deutschland AG. Für den Lebensversicherer beträgt die Solvenzkapitalanforderung zum Bilanzstichtag 859,7 Mio. Euro und die Mindestkapitalanforderung 386,9 Mio. Euro. Die anrechenbaren Eigenmittel machen 4,332 Mrd. Euro aus, woraus sich eine Bede­ckungsquote für das Solvenzkapital von 504% ergibt. Diese Solvenzquoten wurden nach Unternehmensangaben ohne Anwendung des Transitionals ermittelt; diese Maßnahme sei nicht beantragt worden. Die Solvenzkapitalanforderung wird anhand des Partiellen Internen Modells der Assicurazioni Generali S.p.A. berechnet.
Wie Wettbewerber hat auch die AML im Gj. das Einmalbeitragsgeschäft bewusst um 11,4% auf 1,05 Mrd. Euro reduziert. Vom Neugeschäft gegen laufenden Beitrag von 368,0 (339,0) Mio. Euro waren 76 (75)% fondsgebundene Renten. Das Riester-Neugeschäft macht mit 65,6 (60,5) Mio. Euro laufendem Beitrag unverändert 18% des Neugeschäfts aus und Basisrenten mit 34,0 (30,3) Mio. Euro weiterhin 9%. Das im Sommer 2014 eingeführte Bündelprodukt „Vermögens- & Einkommensplan“ erlöste 433,0 (564,3) Mio. Euro Einmalbeitrag. Die beiden AachenMünchener Versicherungen verkaufen ausschließlich über die 3.400 Direktionen und Geschäftsstellen der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG).
Im Bestand sinkt weiterhin die Vertragszahl, während der Wert zunimmt. So betrug der Bestand 5,11 Mio. Verträge (- 0,9%) mit 150,2 Mrd. Euro Versicherungssumme (+ 2,8%) und 3,9 Mrd. Euro laufenden Jahresbeitrag (+ 1,4%). Die Auszahlungen an Kunden erhöhten sich im Berichtsjahr um 3,4% auf fast 3,6 Mrd. Euro; dabei erhöhten sich die Ablaufleistungen und Rentenzahlungen auf 2,62 (2,43) Mrd. Euro. Dass das Kapitalanlageergebnis um ein Viertel höher ausfällt, liegt an höheren Abgangsgewinnen. Eine Durchschnittsverzinsung wird nicht genannt.
Der Rohüberschuss erhöhte sich um 25,6% auf 597,2 Mio. Euro. Davon wurden 312,8 (295,2) Mio. Euro als Direktgutschrift zugeteilt und 201,4 (127,4) Mio. Euro der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugewiesen. Die RfB verminderte sich damit erneut leicht auf 1,16 Mrd. Euro; davon war 507,1 (381,2) Mio. Euro ungebundene RfB. Die Zinszusatzreserve erreichte 1,24 Mrd. Euro nach 804,2 Mio. Euro im Vorjahr.
Die Aachen Münchener Versicherung AG wuchs…