Erschienen in Ausgabe 7-2017Trends & Innovationen

Schiffsversicherer auf stürmischer See

Von Versicherungswirtschaft

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Die Schifffahrtsindustrie atmet auf – zumindest im Hinblick auf die Anzahl der Schäden. Laut aktueller AGCS Safety & Shipping Review hatte die Branche im vergangenen Jahr 85 Verluste hinzunehmen, 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Häufigste Schadenursache war in mehr als 50 Prozent ein Schiffsuntergang. Mehr als ein Drittel der Unglücke gingen auf Maschinenschäden zurück; zu 191 Vorfällen kam es durch Piraterie. „Obwohl der Abwärtstrend ermutigend ist, gibt es keinen Anlass sich zurückzulehnen”, erklärt Baptiste Ossena, Global Product Leader Hull & Marine Liabilities bei AGCS.
Die anhaltend schwierige wirtschaftliche Situation der Schifffahrtsbranche indes geht auch an den Versicherern nicht spurlos vorbei. „Zum einen verringert sich durch Insolvenzen und Zusammenschlüsse von Reedereien, Chartergesellschaften und Schiffsmanagern die Zahl der potenziellen Versicherungseinkäufer“, erklärt AGCS-Experte Volker Dierks. „Zum anderen werden die Schiffswerte bei auslaufenden Finanzierungen oft nach unten korrigiert, was sich in den benötigten Deckungssummen für die Schiffskasko und die Prämien niederschlägt.“vw