Erschienen in Ausgabe 7-2017Köpfe & Positionen

„Mehr Mut zum Risiko, bitte“

Führende Entscheider über digitale Reibungskräfte in der Versicherungswirtschaft

Von Sascha Schulz und Wolfgang Otte und Uwe Schmidt-Kasparek und Alexander KasparVersicherungswirtschaft

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Digital-Gipfel Ludwigshafen – Kluge Partnerschaften

Über die Vorzüge einer vernetzten Wirtschaft und die Chancen der digitalen Transformation diskutierten über 1.000 hochrangige Vertreter anlässlich des Digital-Gipfels 2017 der Bundesregierung (ehemals Nationaler IT-Gipfel). „Die Dynamik der technologischen und ökonomischen Entwicklungen ist hoch“, sagte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries. „Umso wichtiger ist es, dass Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaft und Gesellschaft eng zusammenarbeiten, um industrielle Kompetenzen und die Chancen der Digitalisierung klug miteinander zu verbinden und um Innovationen und Investitionen anzureizen.“ Neben Kanzlerin Angela Merkel nahmen Forschungsministerin Johanna Wanka, Gesundheitsminister Hermann Gröhe und Verkehrsminister Alexander Dobrindt sowie die Ministerpräsidentin von Rheinland Pfalz Malu Dreyer und der Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann am Spitzentreffen teil. Aus der Versicherungsbranche war nur die LVM vor Ort.

Digisurance Berlin – Junges Denken gefragt

Carsten Maschmeyer will sich mit mehreren seiner Investment-Firmen verstärkt Insurtech-Start-ups in Europa und den USA widmen. Dabei werde nicht nur Geld eingebracht, sondern vor allem Know-how und ein breites Kontaktnetzwerk. „Dass Versicherungsgesellschaften jetzt investieren, ist richtig”, sagte Maschmeyer auf der Digisurance 2017. Solche Investments sollten allerdings eher auf C-Level und weniger durch das Risk Management begleitet werden, zügig vonstatten gehen und Gründern größtmögliche Eigenständigkeit lassen. Angst vor Fehlern sei fehl am Platz. „Niemand wird in ein paar Jahren einen Versicherungsvorstand fragen: Warum hast du zehn Millionen in den Sand gesetzt?”, glaubt Maschmeyer. Das Team des prominenten Investors analysiere nach eigenen Angaben rund tausend Firmen pro Jahr – dieses Volumen könne kaum eine Versicherungsgesellschaft alleine stemmen. Sascha Schulz

Kongress Lebensversicherung Düsseldorf – Regulatorischer Nullpunkt

Stephan Schinnenburg, Mitglied des Vorstandes der Ergo Lebensversicherung, bezeichnet die Insurance Distribution Directive als „regulatorischen Nullpunkt”. Nach Meinung des Managers sei es gut möglich, dass IDD zum Ausgangspunkt weiterer, tiefergehender Maßnahmen werden könnte. Zudem sei es nicht ausschließlich ein Vermittlerthema. Vielmehr wäre durch IDD die gesamte Wertschöpfungskette betroffen. Noch sei genügend Zeit, sich darauf einzustellen - größere Veränderungen im aktuell…