Erschienen in Ausgabe 7-2017Unternehmen & Management

VKB Konzern: Beitragseinnahmen überdurchschnittlich – Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit legt zu

Von Reinhold MüllerVersicherungswirtschaft

Lesen Sie den vollständigen Artikel

Erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln unserer Fachzeitschriften und Publikationen.
Mit Zuwachsraten bei den Bruttobeitragseinnahmen von 6,5% in der Schaden- und Unfallversicherung, 1,5% in der Krankenversicherung und immerhin 0,5% in der Lebensversicherung lag die Beitragsentwicklung bei den 15 Gesellschaften des VKB Konzerns im Jahr 2016 insgesamt „über Plan und über der Marktentwicklung“, wird im Konzern-Geschäftsbericht des größten öffentlichen Versicherers in Deutschland festgestellt. Die Zahl der Versicherungen im Bestand erhöhte sich in der Schaden- und Unfallversicherung, in der vor allem die Wohngebäude- und die private Haftpflichtversicherung zulegten, von 11,3 Mio. auf 11,7 Mio. Stück. In der Lebensversicherung, bei der die laufenden Beiträge von 1,48 Mrd. auf 1,57 Mrd. Euro zulegten und die Einmalbeiträge von 1,48 Mrd. auf 1,41 Mrd. Euro sanken, nahm sie um rund 3.000 auf 2,2 Mio. Stück zu. In der Krankenversicherung wuchs die Anzahl der insgesamt versicherten Personen um 49.000 auf 3,1 Mio., wobei die Zahl der Vollversicherten im Bestand trotz eines laut Geschäftsbericht der Tochter Bayerische Beamtenkrankenkasse AG guten Neugeschäfts weiter rückläufig war.
Gleichzeitig gingen die Aufwendungen für Versicherungsfälle im Konzern brutto leicht von 5,94 Mrd. auf 5,92 Mrd. Euro zurück. Dies war insbesondere auf geringere Versicherungsabläufe und weiterhin rückläufige Aufwendungen für vorzeitige Leistungen in der Lebensversicherung zurückzuführen, die von 2,64 Mrd. auf 2,53 Mrd. Euro sanken. In der Schaden- und Unfallversicherung wuchsen sie aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens dagegen von 1,71 Mrd. auf 1,73 Mrd. Euro – während die Kumul- und Großschadenbelastung hier auf dem Vorjahresniveau verharrte – und in der Krankenversicherung von 1,59 Mrd. auf 1,66 Mrd. Euro.
Die Brutto-Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich im Konzern von 1,0 auf 1,1 Mrd. Euro, wobei die Abschlussaufwendungen brutto von 684,6 Mio. auf 744,7 Mio. Euro anwuchsen und die Verwaltungsaufwendungen von 352,5 Mio. auf 357,6 Mio. Euro. Von den gesamten Abschlussaufwendungen entfielen 190,7 Mio. – nach 187,4 Mio. Euro auf die Lebensversicherung und 166,2 Mio. – nach 158,1 Mio. – Euro auf die Krankenversicherung. In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen sie überproportional von 339,1 Mio. auf 387,9 Mio. Euro.
Das versicherungstechnische Ergebnis des Konzerns ging von 226,6 Mio. auf 177,0 Mio. Euro zurück, wobei es in der Krankenversicherung von 125,7 Mio. auf 100,9 Mio. Euro sank und in der Lebensversicherung von 104,5 Mio. auf 89,3 Mio…