Erschienen in Ausgabe 7-2017Unternehmen & Management

LVM: Mehr Marktanteile – Geringere Unwetterschäden – Wachstum im Kraftfahrt- und Sachgeschäft

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Dank einer marktüberdurchschnittlich starken Entwicklung bei der Muttergesellschaft LVM a.G. hat die LVM Gruppe 2016 mit einem Beitragswachstum von 4,6% erneut Marktanteile gewonnen. Eine geringere Belastung durch Unwetterschäden gegenüber 2015 verbesserte die Versicherungstechnik und damit auch den Konzernüberschuss. Durch die Zuführung des Jahresüberschusses zum Eigenkapital wurde dieses auf 2,06 (1,85) Mrd. Euro erhöht. Die Sicherheitslage der LVM spiegle sich auch in der deutlichen Überdeckung der Eigenmittel-Anforderungen nach Solvency II wider, wird Vorstandschef Dr. Mathias Kleuker in einer Unternehmensmitteilung zitiert. Auch für das erste Quartal 2017 wird ein starkes Wachstum von 4,4% im Konzern gemeldet. Die größte Sparte, die Kraftfahrtversicherung, wuchs dabei um 3,9% und die Sachversicherung um 8,3%. Für das Gesamtjahr rechnet die Gruppe mit einem Beitragsplus über alle Sparten hinweg von 2,9%.
In Kfz wurden 2016 rund 1,16 Mrd. Euro (+ 3,1%) gebucht; das waren ein Drittel aller Konzernbeiträge und die Hälfte des Aufkommens bei der Muttergesellschaft. Der Zuwachs übertraf 2016 sowohl die für die Branche hochgerechnete Wachstumsrate von 2,8% (inkl. K-Unfall) als auch die unternehmenseigene Prognose von 2,5%. Getragen wurde das Plus sowohl von einer Geschäftsausweitung als auch von einer Verteuerung. Für die Vertragsseite wird ein Bestandswachstum von 2,3 (1,9)% im Geschäftsbericht genannt. In KH vergrößerte sich der Bestand an Risiken um 2,1 (1,9)% auf 3.246.874 Stück. Nach der Entnahme von 17,7 (Vj. Zuführung 15,1) Mio. Euro) kommt die Versicherungstechnik auf 59,9 (34,4) Mio. Euro Gewinn. Innerhalb der K-Sparte stiegen die Beiträge in KH mit einem Plus um 3,7 (4,2%) auf 693,4 Mio. Euro am stärksten. Die Netto-Geschäftsjahresschadenquote verschlechterte sich in KH auf 102,9 (102,2)%, in der Vollkasko auf 88,8 (86,7)% und in der Teilkasko auf 59,5 (58,7)%. Die Geschäftsjahresschadenquote netto sank leicht auf 80,9 (81,3)%. Die Schadenquote brutto verharrte bei 80,1%; die Quote des Abwicklungsergebnisses wird mit 11,3 (11,0)% angegeben.
Die Lebensversicherung wuchs dank Einmalbeitrag auf 81,2 (55,4) Mio. Euro. Das Geschäft gegen laufende Beitragszahlung nahm leicht auf 736,9 (739,7) Mio. Euro ab. Die Deckungsrückstellung wurde um 487,6 (473,5) Mio. Euro erhöht; davon entfielen 223,6 (151,8) Mio. Euro auf die Zuführung zur Zinszusatzreserve, die damit 694,4 (470,7) Mio. Euro erreicht. Für den Lebensversicherer wird eine Abschlusskostenquote von…