Erschienen in Ausgabe 7-2017Unternehmen & Management

Delegieren statt selber machen

Wie die Methode des Transition Coachings Führungswechsler vor typischen Anfängerfehlern bewahrt

Von Dr. Franz Metz und Dr. Jürgen WeisheitVersicherungswirtschaft

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Mit dem Wechsel von der Fach- zur Führungskraft müssen Experten und Spezialisten lernen, ihren Alltag neu zu strukturieren, ihre Kommunikationsfähigkeiten zu optimieren und schnell zusätzliches Know-how rund um die Unternehmensorganisation und Mitarbeiterführung aufzubauen. Doch der Wechsel vom Experten in eine erste Führungsrolle oder der einer erfahrenen Führungskraft auf ein höheres Managementlevel ist mit Risiken und Kosten verbunden.
Insbesondere in Unternehmen mit einer ausgesprochenen Leistungskultur wird von neu berufenen Führungskräften erwartet, von Beginn an ihr Leistungspotenzial voll auszuschöpfen und die an sie gestellten Anforderungen seitens ihrer Leistungspartner – Leitungsteams, Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter und so weiter – zu erfüllen. Erfolgreiche Manager indes fallen nicht vom Himmel, aber Führungskompetenzen lassen sich erlernen. Daher empfiehlt es sich, frisch beförderte Führungskräfte gezielt zu unterstützen und für ihre neuen Aufgaben zu qualifizieren. Transition Coaching kann neu berufenen Führungskräften helfen, ihr Potenzial schneller voll zu entfalten. Führungswechsel sind kostspielige Veränderungen in jedem Unternehmen – gerade in den ersten 100 Tagen wird enormes Optimierungspotenzial verschenkt. Zudem besteht eine realistische Wahrscheinlichkeit zu scheitern. In der Optimierung der Führungswechsel liegt ein großes Potenzial für die Unternehmen.

Hälfte neu ernannter Führungskräfte weiß nicht, was von ihnen erwartet wird

Knapp 70 Prozent der neu berufenen Führungskräfte wechseln in eine Geschäfts­situation, die durch strategische Neuausrichtung oder Sanierung gekennzeichnet ist. Hinzu kommt, dass zwei Drittel der neu besetzten Führungskräfte sowohl die Position als auch das Unternehmen wechseln und mithin auf ein neues Geschäftsumfeld und eine neue Organisationskultur treffen. Die Hälfte der neu ernannten Führungskräfte weiß zudem nicht, was von ihnen erwartet wird. Umso dringender ist es, dass Firmen ihre neuen Führungskräfte systematisch dabei unterstützen, schnell wirksam zu werden.
Genau dafür entwickelte Franz Metz, Geschäftsführer der Palatina Gmbh, zusammen mit Elmar Rinck, Manager und Coach bei der Daimler AG im Global Logistic Center, das Transition Coaching. Das entscheidende Erfolgskriterium dieses Ansatzes für Führungswechsler besteht darin, dass seine Anlaufkurve nachweislich steiler ausfällt, weil es sie befähigt, typische Anfängerfehler und Flops zu vermeiden. Außerdem wachsen sie – ähnlich wie bei einem…