Erschienen in Ausgabe 7-2017Unternehmen & Management

Axa-Gruppe: Weniger Autogeschäft – Online-Tochter macht Verlust – Vollversicherte hinzugewonnen

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Die Axa Lebensversicherung weist zum Bilanzstichtag 2016 eine Solvency-II-Quote von 253 (207)% aus. Die Axa Krankenversicherung kommt auf eine Bedeckungsquote für das Solvenzkapital laut SFCR-Bericht von 221 (212)% und die Deutsche Ärzteversicherung AG auf 215 (240)%. Die größte Einzelgesellschaft, die Axa Versicherung, erreichte eine Solvenzquote von 174 (253)% und die Axa Easy Versicherung eine von 417 (187)%. Der Axa-Konzern verwendet ein internes Modell. Die deutsche Gruppe, für die kein gemeinschaftlicher Geschäftsbericht mehr vorgelegt wird, steigerte im Gj. 2016 die Konzerneinnahmen nach IFRS um rund 1,0% auf 10,71 Mrd. Euro. Die DBV Deutsche Beamtenversicherung AG wurde mit bilanzieller Wirkung zum 1. Januar 2016 auf die Axa Versicherung verschmolzen; die Vorjahreszahlen sind Pro-Forma-Werte zur besseren Vergleichbarkeit. Die Marke DBV für Kundensegment Öffentlicher Dienst (ÖD) wird beibehalten. Die Verschmelzung soll die Effizienz steigern, die Komplexität im Axa-Konzern reduzieren. Laut Geschäftsbericht hat sie positive Effekte auf die Verwaltungskosten, die nun mit 22,7 (23,4)% ausgewiesen werden. Zudem hat sie die Eigenkapitalposition um den Buchwert des in der Schlussbilanz zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Eigenkapitals der DBV um 33,3 Mio. Euro verbessert. Von den um 2,5% auf 3,91 Mrd. Euro gestiegenen Beiträgen hält der Kompositversicherer fast unverändert 63,7% in den eigenen Büchern. Schwerpunkte sind die Haftpflicht- sowie die Kraftfahrtversicherungen. Bei rückläufigem Trend im Privatkundengeschäft, aber Zuwächsen in der Industriellen- sowie der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung erhöhten sich die Beiträge in der Sparte um 0,5% auf 594,6 Mio. Euro. Die Annahmen für erwartete Schadenaufwendungen seien aktualisiert worden. Zusammen mit einem positiven Verlauf der Vorjahresschadenaufwendungen sanken die Brutto-Schadenaufwendungen um 4,0% auf 330,6 Mio. Euro. Bei höheren Verwaltungskosten und 54,2 (6,9) Mio. Euro Zuführung zur Schwankungs- und Pharmarückstellung war die Sparte versicherungstechnisch netto nur ausgeglichen nach 60,7 Mio. Euro Gewinn im Vorjahr.
Die gesamte Autosparte fiel leicht um 0,2% auf 1,378 Mrd. Euro Prämie zurück, wobei der Rückgang aus der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung mit einem Minus um 1,2% auf 856,0 Mio. Euro Beitrag herrührt. Die Zahl der KH-Risiken verminderte sich um 2,7% auf 2,85 Millionen. In KH stellte sich nach erneuter Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 32,6 (52,3) Mio. Euro ein…