Erschienen in Ausgabe 6-2017Unternehmen & Management

Die Bayerische: Gestärkte Kapitalbasis – Unterschiedliche Entwicklungen bei der Mutter und den am Markt aktiven Töchtern

Von Reinhold MüllerVersicherungswirtschaft

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Die Neue Bayerische Beamtenversicherung AG, die in der Versicherungsgruppe die Bayerische das Lebensversicherungsgeschäft operativ betreibt, verbuchte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Neuzugang nach laufendem Beitrag von 17,7 Mio. Euro. Das waren 17,1% mehr als im Jahr zuvor. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich um 2,9%. Die Einmalbeiträge gingen um 4,8% auf 101,9 Mio. Euro zurück. Der Bestand umfasste zum Ende der Berichtsperiode 132.333 Verträge.
Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen machten davon einen Anteil von 45,5% aus. 37,5% entfielen auf fondsgebundene Versicherungen. An Versicherungsleistungen wurden 99,5 Millionen Euro ausgezahlt. Sie wuchsen gegenüber dem Jahr 2015 um 32,9 Mio. Euro an. Der Anstieg resultiert nach Angaben des Geschäftsberichts vor allem aus der Erhöhung der Auszahlungen an die Versicherungsnehmer für Versicherungsfälle und vorzeitige Leistungen. Die Stornoquote verminderte sich von 5,8 auf 5,6%. Die Abschlussaufwendungen gingen von 28,3 Mio. auf 27,3 Mio. Euro zurück, womit sich der Abschlusskostensatz von 5 auf 4,3% verbesserte. Die Höhe der Verwaltungsaufwendungen blieb mit 4,1 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres und die Verwaltungskostenquote verharrte bei 2%.
Vom den gesamten Erträgen aus Kapitalanlagen einschließlich der fondsgebundenen Lebensversicherungen in Höhe von 34,3 Mio. Euro entfielen 23 Mio. Euro auf laufende Erträge. 2015 waren es 25,9 Mio. Euro gewesen. Die Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen erhöhten sich von 5,4 Mio. auf 11,3 Mio. Euro. Die Aufwendungen für Kapitalanlagen verminderten sich von 5,1 Mio. auf 3,8 Mio. Euro. Die Abschreibungen auf Kapitalanlagen gingen von 3,3 Mio. auf 1,8 Mio. Euro zurück und die Nettoverzinsung von 5,22 auf 5,17%.
Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich bei der Neuen Bayerischen Leben von einer auf 1,7 Mio. Euro. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit verminderte sich von 1,4 Mio. auf 251.605 Euro, nachdem in der nichtversicherungstechnischen Rechnung die sonstigen Erträge von 2,4 Mio. auf 858.185 Euro sanken und sich die sonstigen Aufwendungen von 2,1 Mio. auf 2,3 Mio. Euro erhöhten. Die Gewinnabführung an die Muttergesellschaft sank von 500.000 auf 250.000 Euro und der Jahresüberschuss ging von 7,5 Mio. Euro auf 0 Euro zurück.
Der Zinszusatzreserve wurden gut 2 Mio. Euro zugeführt – nach 1,1 Mio. Euro 2015. Sie beträgt nun 4,8 Mio. Euro. In der Gruppe erhöhte sie sich gegenüber 2015 um 55,6 Prozent auf knapp 226 Mio. Euro.Beim…