Erschienen in Ausgabe 6-2017Märkte & Vertrieb

Nicht hängen lassen

Wearable-Technik wartet im hart umkämpften KV-Geschäft auf den Marktdurchbruch

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Digitale Technologien wie Wearables haben in der privaten Krankenversicherung (PKV) längst Einzug gehalten – aktiv oder doch zumindest im Planungsstadium. Einige PKV-Unternehmen nutzen solche Techniken bereits – und die überwiegende Mehrheit arbeitet an neuen Entwicklungen. Denn die Aussichten für die Techniken werden in der Branche überwiegend als „gut“ eingeschätzt.
Den größten Optimismus beweist bei der Umfrage der Versicherungswirtschaft unter den Top-20 der Branche zu diesem Thema der Signal-Iduna-Konzern mit seinen beiden Krankenversicherern Signal und Deutscher Ring: „Wearables werden zukünftig stetig an Bedeutung gewinnen. Haben sie heutzutage im Wesentlichen einen Lifestyle-Charakter mit gesundheitsfördernder Wirkung, werden wir künftig immer mehr Wearables erleben, die Ärzte und andere Leistungserbringer in der medizinisch notwendigen Diagnostik und Therapie einsetzen werden. (...) Auch wenn die Produkte derzeit noch in der Anfangsphase stecken, werden viele dieser Wearables Behandlungen optimieren und Krankheitskosten senken.“

Digitale Technik zwischen Prävention und Überwachung

Knapp jeder zwölfte Deutsche hat sich Ende vergangenen Jahres bereits ein Wearable um das Handgelenk gebunden. Den meisten dient es wohl der Motivation und Kontrolle sportlicher Aktivitäten oder – wie unlängst der Chef eines internationalen Versicherungskonzerns vor Journalisten für sich selbst bekannte – der Überwachung des Schlafverhaltens. Doch die mit Sensoren, Aktuatoren sowie Computerfunktionalitäten und -konnektivitäten ausgestatteten Smartwatches und Fitness-Gadgets können mehr: So lassen sich Gesundheitsparameter und Anomalien im Verhalten, zum Beispiel Stürze oder längere Phasen einer Bewegungslosigkeit, erkennen und etwa über Zeiterfassung und Erinnerungsfunktionen Medikamenteneinnahmen steuern.
„Aus unserer Sicht ist bei derartigen Techniken unbedingt zwischen Tracking und Assistenz-Techniken zu unterscheiden. Dienstleistungen und Vorsorgeangebote haben sicherlich enormes Potenzial und werden sich in den kommenden Jahren sicher schnell (weiter-)entwickeln und große Nachfrage erfahren“, so die Süddeutsche Kranken. „Apps oder Wearables, die Gesundheitsinformationen der Nutzer nutzen oder bewerten, können für den Einzelnen eine sehr gute Hilfe sein, um seinen Lebensstil zu beobachten und zu verbessern“, glaubt die DKV. Das sind zwei Antworten, die sicherlich stellvertretend für viele Gesellschaften stehen dürften, wie sich aus der Umfrage ablesen lässt. Von den 20…