Erschienen in Ausgabe 6-2017Schlaglicht

Der Traum von der Karriere nach Plan

Wieso sich wechselwillige „Mittelmanager“ mit dem aktuellen Arbeitsmarkt schwer tun

Von Toni Felix und Mirko RippolzVersicherungswirtschaft

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Die Zukunft ist digital und stellt neue Anforderungen an Jobs und Tätigkeiten. Manager, die sich beruflich verändern möchten, sollten vor allem wissen, welche konkreten Karrierepfade für sie offenstehen. Wie viele andere Industrien befindet sich auch die Versicherungsbranche im Sturm der digitalen Change-Prozesse. Besonders innerhalb der vergangenen vier Jahre wurden viele Baustellen gleichzeitig in Angriff genommen: eine strategische Neuausrichtung, die Erschließung neuer Geschäftsfelder, der Aufbau digitaler Produktportfolios, Insurtechs sowie eine neue Art der Kundenansprache, um nur einige zu nennen.
Von dieser Entwicklung ist auch das Aufgabenspektrum der Beschäftigten, von Makler bis Manager, nicht unberührt geblieben. Erst kürzlich stellte der Bundesverband der Unternehmensberater (BDU) passend dazu fest, dass jede fünfte Stelle in der Versicherungsbranche entsprechende digitale Kenntnisse erfordert. Dass das Know-how im Umgang mit Daten zurzeit sehr gefragt ist, belegt auch die aktuelle Hays-Studie „IT Skills 2020“, wonach der Beruf des Datenanalysten oder auch der des Data Scientists in Zukunft zu den drei gefragtesten zählen wird.

Interessantes Aufgabenspektrum steht über dem Gehalt

Dieser Hintergrund könnte eine Ursache dafür sein, warum das Versicherungsgewerbe in den letzten vier Jahren starke personelle Schwankungen zu verzeichnen hatte. Besonders Angestellte aus dem mittleren Management wollen es nochmals wissen und halten Ausschau nach lohnenswerten Alternativen. Nachdem sie jahrelang dieselbe Funktion innegehabt und ihren Arbeitgeber durch schwierige Umbruchphasen begleitet haben, wollen sie nun nochmals durchstarten. Zudem hatten sie Zeit, sich in der Branche umzuhören, wer von den Kollegen wohin wechselt und welchen Verdienst dieser neuerdings hat. Darüber hinaus haben sie hautnah miterlebt, wie jüngere Kollegen attraktive Posten erhalten haben und an ihnen vorbeigezogen sind. All das veranlasst das Personal, über Veränderung und eine neue Jobperspektive nachzudenken. Dabei geht es diesen Beschäftigten nicht in erster Linie um mehr Gehalt. Vielmehr brauchen sie eine neue interessante Aufgabe, an der sie mitwirken können und die sie fordert. Das kann beispielsweise eine Führungsposition sein, in der sie von ihrem bisherigen Wissen profitieren können. Denkbar wäre für viele aber ebenfalls ein ganz neues Themenfeld, welches ihnen konkrete Weiterentwicklungspotenziale eröffnet.
Der Arbeitsmarkt hat sich jedoch in den vergangenen zehn Jahren…