Erschienen in Ausgabe 5-2017Unternehmen & Management

Swiss Life: Ausbau des Kommissions- und Gebührengeschäfts steigert Ertragskraft – Aufholbedarf im Deutschland-Geschäft

Von Reinhold MüllerVersicherungswirtschaft

Lesen Sie den vollständigen Artikel

Erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln unserer Fachzeitschriften und Publikationen.
Bewirkt wurde die erneute Steigerung der Ertragskraft im Geschäftsjahr 2016, die sich in der Verbesserung des Reingewinns um 5% auf (umgerechnet) 863 Mio. Euro widerspiegelt, vor allem durch den erfolgreichen Ausbau des Kommissions- und Gebührengeschäfts, wird im Geschäftsbericht des schweizerischen Lebensversicherers Swiss Life festgestellt. Patrick Frost, Vorstandsvorsitz der Gruppe, ist mit der Geschäftsentwicklung 2016 zufrieden. „Unsere starke operative Leistung ist ein Beleg dafür, dass wir unsere Profitabilität in einem anspruchsvollen Umfeld weiter steigern und unsere Pläne im Rahmen der Unternehmensstrategie Swiss Life 2018 umsetzen.
Bei den Fee-Erträgen konnte die Gruppe, die auch in Frankreich und Deutschland tätig ist, in der Bilanzwährung Schweizer Franken ein Plus von 5% auf 1,4 Mrd. CHF und in den lokalen Währungen ein Wachstum um 3% verbuchen. Das Fee-Ergebnis nahm um 14% auf 369 Mio. Euro zu. Diese Entwicklung entspreche voll den strategischen Zielsetzungen des aktuell laufenden „Swiss Life 2018“-Programms, nach dem das Fee-Ergebnis Ende 2018 bei rund 370 Mio. bis 420 Mio. Euro liegen soll. Ähnliches gilt für das Segment „Asset Management“. Das von den Swiss Life Managers insgesamt verwalte Vermögen wuchs zum Jahresende um 10% auf 190 Mrd. Euro. Davon entfallen 46 Mrd. Euro auf Dritte, wovon 1,2 Mrd. Euro aus dem Zukauf der Londoner Mayfair Capital Investment Management Ltd. stammen. Der Nettoneugeldzufluss lag laut Geschäftsbericht bei knapp 8 Mrd. Euro. Das insgesamt verwaltete Immobilien-Vermögen wird auf rund 67 Mrd. Euro beziffert, von denen knapp 27 Mrd. Euro auf Dritte entfallen.
Rückläufig waren im Berichtsjahr dagegen die Prämieneinnahmen der Gruppe. Sie sanken – in lokalen Währungen gerechnet – um 9% auf 16,2 Mio. Euro, was laut Geschäftsbericht „vor allem auf die konsequente Fokussierung auf Profitabilität und Kapitaleffizienz zurückzuführen“ ist. Auf dem schweizerischen Heimatmarkt verminderten sie sich um 6% auf 9,2 Mrd. Euro. Hier wirkte sich den Angaben zufolge insbesondere die selektive Zeichnungspolitik im Unternehmenskundenbereich erneut aus, der im Berichtsjahr 7,8 Mrd. Euro und damit 6% weniger als 2015 beisteuerte. In Frankreich blieben die Beitragseinnahmen mit 4,1 Mrd. Euro stabil, und in Deutschland, wo das Wachstum der, wie im Geschäftsbericht formuliert wird, „Risikoprodukte und modernen Produkte“ den planmäßigen Rückgang des Einmalbeitragsgeschäfts nicht ersetzen konnte, gingen sie um 8% auf 1,2 Mrd. Euro zurück…