Erschienen in Ausgabe 5-2017Unternehmen & Management

Munich Re: Umsatz und Gewinn gehen zurück – Fortschritte in Leben- und Kranken – Rückgänge in Schaden- und Unfall

Von Reinhold MüllerVersicherungswirtschaft

Lesen Sie den vollständigen Artikel

Erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln unserer Fachzeitschriften und Publikationen.
Im Geschäftsbericht 2016 des Munich-Re-Konzerns wird der Bereich „Munich Health“ noch als eigenständiges Segment geführt. Das werde sich ändern, weil dessen Rückversicherungsaktivitäten mit Wirkung vom 1. Februar 2017 dem Rückversicherungs-Geschäftsfeld und dessen Erstversicherungsgeschäft der Ergo zugeordnet würden, erklärt der scheidende Vorstandsvorsitzende Nikolaus von Bomhard im Vorwort. Zwar habe sich Munich Health „zuletzt gut entwickelt und 2016 mit rund 140 Mio. Euro einen über den Erwartungen liegenden Beitrag zum Konzernergebnis geliefert“, aber es sei dem jüngsten Segment im Konzern „in den vergangenen Jahren nicht gelungen, eine Dynamik profitablen Wachstums zu entwickeln“, merkt er als Erläuterung zu dieser Maßnahme an. Zugleich stellte er heraus, dass das Unternehmen – insbesondere als Folge der veränderten Kundennachfrage und der Digitalisierung – insgesamt „im Wandel“ und dafür sowohl organisatorisch wie dank der Kapitalstärke sehr gut aufgestellt ist.
Das gilt, wie im Geschäftsbericht dargestellt wird, nicht zuletzt für die Tochter Ergo Group AG, die im Berichtsjahr ihr Strategieprogramm aufgelegt hat. Dadurch sollen durch Einsparungen im Vertrieb und in der Verwaltung bis 2020 Kostenersparnisse von netto rund 280 Mio. Euro erzielt und spätestens ab 2021 Jahresüberschüsse in Höhe von 600 Mio. Euro jährlich erwirtschaftet werden. Im Berichtsjahr war das Konzernergebnis des Bereichs Lebens- und Krankenversicherung Deutschland trotz der Aufwendungen für die Restrukturierung nach den Verlusten des Vorjahres bereits positiv. Ursächlich dafür waren vor allem Gewinne aus Zinsabsicherungsgeschäften, ein höheres Abgangsergebnis bei Zinsträgern zur Finanzierung der Zinszusatzreserve sowie der Wegfall von Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert, wie dazu erläutert wird. Der Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge um 7% auf 3,7 Mrd. Euro in der deutschen Lebensversicherung resultiert den Angaben zufolge aus den Einmalbeiträgen, die im Neugeschäft um 24,3% auf 511 Mio. Euro abnahmen, während die laufenden Neubeiträge um 0,8% auf 191 Mio. Euro zulegten. Das operative Ergebnis stieg von 6 Mio. auf 215 Mio. Euro. Im deutschen Krankenversicherungsgeschäft, in dem die gebuchten Bruttobeiträge um 0,4% auf 5,2 Mrd. Euro sanken, verbesserte es sich von 233 Mio. auf 338 Mio. Euro.
Der Bereich „Direkt Deutschland“ verzeichnete bei den gesamten Beitragseinnahmen einen Rückgang um 0,9% auf 1,1 Mrd. Euro. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg von…