Erschienen in Ausgabe 4-2017Trends & Innovationen

Schaden-Prisma März 2017

Schneesturm Stella legt weite Teile der amerikanischen Ostküste lahm

Versicherungswirtschaft

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Sogar vor der deutschen Bundeskanzlerin machte Schneesturm Stella nicht halt. Angela Merkels Flug zu US-Präsident Donald Trump musste um einige Tage verschoben werden. Kurz vor Frühlingsbeginn tobte sich der Winter an der Nordostküste der USA und in Teilen Kanadas noch einmal richtig aus. Allein beim kanadischen Energieversorger Newfoundland Power meldete Aon Benfield einen größeren ökonomischen Schaden an der Infrastruktur als durch Hurrikan Igor. Dieser hatte im Jahr 2010 Sachwerte in Höhe von 200 Mio. US-Dollar vernichtet.
In den USA zerstörte der Nordoststurm zahlreiche Dächer und verursachte eine Vielzahl an Autounfällen. Im Bundesstaat New York türmte sich der Schnee mancherorts meterhoch auf. Hunderttausende Menschen waren stundenlang ohne Strom. Insgesamt 7.000 Flüge mussten aufgrund der Schneemassen gestrichen werden, zahlreiche Schulen sowie Geschäfte blieben geschlossen. Auch die Bahngesellschaft Amtrak und die Post stellten den Betrieb ein. Insgesamt waren mehr als 50 Millionen Menschen betroffen. Für elf Personen endete der Sturm tödlich, einige Dutzend wurden verletzt.
Obwohl der Blizzard – anders als erwartet – die bevölkerungsreichen Zentren verschonte, schätzt Aon Benfield den ökonomischen Schaden auf mehr als 100 Mio. Euro. In Kanada hatten die Atlantischen Provinzen ebenfalls unter dem Winter zu leiden.

Tornado fegt durch Unterfranken

250.000 Euro Schaden hat eine Windhose in der Gemeinde Kürnach im Landkreis Würzburg allein für die VKB verursacht. Sie zerstörte auf einer Schneise von einem Kilometer Länge und 100 Meter Breite u.a. Dächer, Carports und eine landwirtschaftlich genutzte Halle, in der Landmaschinen standen und auf der eine Photovoltaikanlage montiert war. Die Allianz, die die Halle versichert, wollte sich zur Schadenhöhe nicht äußern. Mehr als 50 Häuser wurden beschädigt. Insgesamt gab es 80 Einsatzorte.

Im Schlamm begraben

In Peru herrscht in mehreren Distrikten der Metropolregion Lima der Ausnahmezustand. Schwere Regenfälle und Schlammlawinen haben schon über 70 Todesopfer gefordert. 600.000 Einwohner sind betroffen, 72.000 Menschen verloren ihre Häuser. Straßen und Brücken wurden zerstört. Die Unwetter sollen noch bis in den April hinein andauern. Sie sind Folge des Klimaphänomens El Niño. Eine Meldung über ausgebrochene Krokodile sorgte für Aufregung. Neun Tiere waren nach Überschwemmungen aus einem Zoo entkommen. Vier der Reptilien, unter anderem auch Kaimane, wurden später in der Umgebung des Zoos wieder eingefangen.