Erschienen in Ausgabe 4-2017Unternehmen & Management

Swiss Re: Prämieneinnahmen legen zu – Gewinn geht insgesamt zurück

Von Reinhold MüllerVersicherungswirtschaft

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Die Prämieneinnahmen – insgesamt umgerechnet rund 31 Mrd. Euro und 10% mehr als im Vorjahr – konnten im Geschäftsjahr 2016 alle Geschäftssegmente der Swiss Re deutlich steigern. Nach Eliminierung von Wechselkurseffekten lag das Plus sogar bei 12,1%. Ein Drittel der Beiträge wurde im Berichtsjahr in Europa, im Nahen Osten und in Afrika vereinnahmt, 45% in Amerika und 22% im asiatisch-pazifischen Raum.
Einen Zuwachs des Gewinnbeitrags für den Konzern wies aber nur der jüngste, noch in der Entwicklungsphase befindliche Bereich „Life Capital“ auf, durch den alternative Zugänge zu Lebens- und Krankenversicherungs-Risikopools eröffnet werden sollen. Dort legte er vor Steuern um 92% auf umgerechnet rund 712 Mio. Euro zu. In der Lebens- und Kranken-Rückversicherung sank er dagegen um 10% auf 971 Mio. Euro, in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung um 25% auf 2,4 Mrd. Euro und im Segment „Corporate Solution“, in dem das Erstversicherungsgeschäft mit Unternehmen abgebildet wird, sogar um 73% auf 124 Mio. Euro.
Das versicherungstechnische Ergebnis war den Angaben zufolge jedoch in allen Bereichen positiv. Die Kostenquote ging im Kompositbereich von 7,9 auf 7,1% und im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft von 6,5 auf 6% zurück. Im Segment „Corporate Solutions“ stiegen die Betriebskosten um 4% auf 703 Mio. Euro und bei „Life Capital“ – bedingt durch einen Sondereffekt – um 38% auf 466 Mio. Euro. Leicht von 3,5 auf 3,4% rückläufig war 2016 die Kapitalanlagerendite im Konzern. Im Schaden- und Unfallbereich sank sie von 3,5 auf 3,1%, bei „Corporate Solutions“ von 3 auf 2,5% und bei „Life Capital“ von 4,7 auf 4%. In der Lebens- und Krankenrückversicherung verbesserte sie sich dagegen von 3,4 auf 3,6%. Die realisierten Gewinne nahmen hier von 79 Mio. auf 170 Mio. Euro zu. Der gesamte Steueraufwand stieg von 603 Mio. auf 693 Mio. Euro. Insgesamt ging der Jahresüberschuss damit um gut ein Fünftel auf 3,3 Mrd. Euro zurück und die Eigenkapitalrendite fiel von 13,7 auf 10,6%.
In einem Jahr, das von vielen Herausforderungen geprägt gewesen sei, hatte es vor allem das Segment „Corporate Solutions“ mit einem besonders schwierigen Marktumfeld mit starkem Preisdruck und hohen, von Menschen verursachten Schäden zu tun, erläutert Walter B. Kielholz, Chairman der Swiss Re, in seinem Vorwort zum Geschäftsbericht 2016. Die Combined Ratio stieg in diesem Segment von 93,2 auf 101,1%. In der Schaden- und Unfall-Rückversicherung legte sie allerdings ebenfalls auf 93,5% zu. Insgesamt…