Erschienen in Ausgabe 4-2017Unternehmen & Management

Allianz: Gesamtumsatz sinkt – Operatives Ergebnis und Jahresüberschuss legen zu

Von Reinhold MüllerVersicherungswirtschaft

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Bei der Allianz-Gruppe haben sich 2016 eine Reihe von Veränderungen ergeben, die die Vergleichbarkeit mit dem Geschäftsbericht 2015 erschweren. Dazu zählen etwa die Veräußerung des südkoreanischen Lebensversicherungsgeschäftes und die Veränderung bei der Oldenburgischen Landesbank AG, die seit Ende des Berichtsjahres „als zur Veräußerung gehalten“ klassifiziert ist. Außerdem, merkt Vorstandschef Oliver Bäte im Vorwort an, setzt der Münchener Konzern jetzt auch in der Finanzberichterstattung „auf Digital“, weshalb dieser Geschäftsbericht „so knapp wie möglich“ gehalten worden sei.Im Vergleich zu 2015 ging der gesamte Umsatz bei der Allianz-Gruppe im Geschäftsjahr 2016 um 2,2% zurück. Auch nach interner Rechnung, bei der die Effekte aus Währungsumrechnungen sowie aus Unternehmenskäufen und -verkäufen eliminiert werden, ergab sich ein Minus von 0,8%. Dies resultierte laut Geschäftsbericht überwiegend aus dem Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung, nachdem „dort die angestrebte Verlagerung hin zu bevorzugten Geschäftszweigen“ – also Produkten mit weniger Garantien – fortgesetzt worden sei. Aber auch niedrigere Margen auf das für Dritte verwaltete Vermögen und rückläufige erfolgsabhängige Margen im Asset Management trugen den Angaben zufolge zu dieser Entwicklung bei.
In der Schaden- und Unfallversicherung konnte insbesondere dank der Zuwächse in der Türkei, aber auch im Geschäftsbereich „Allianz Worldwide Partners“ sowie in Deutschland, nach interner Rechnung jedoch ein internes Beitragswachstum von 3,1% verbucht werden. Dazu trugen Volumeneffekte 2% bei und Preiseffekte 1,1%. Vor Eliminierung der ungünstigen Wechselkursentwicklungen sowie der Entkonsolidierungseffekte insbesondere durch den Verkauf des Privatkundengeschäfts von Fireman’s Fund sanken die gebuchten Bruttobeiträge jedoch auch hier leicht um 62 Mio. Euro.
Das operative Ergebnis ging in der Schaden- und Unfallversicherung um 233 Mio. Euro auf 5,4 Mrd. Euro zurück, nachdem die operativen Anlageerträge netto um 167 Mio. auf knapp 3 Mrd. Euro sanken und das sonstige Ergebnis von 184 Mio. auf 45 Mio. Euro. Dagegen verbesserte sich das versicherungstechnische Ergebnis dank eines höheren Beitrags des Abwicklungsergebnisses sowie geringeren Verlusten aus Naturkatastrophen und Wetterschäden – wodurch sich die Combined Ratio trotz einer von 28,4 auf 28,7% gestiegenen Kosten-Quote um 0,3 Prozentpunkte verminderte – um 73 Mio. auf 2,4 Mrd. Euro. Der Anstieg des Jahresüberschusses um 34 Mio. Euro auf…