Erschienen in Ausgabe 3-2017Trends & Innovationen

Schaden-Prisma Februar 2017

Erst hatte Australien Pech, dann kam zu Hagel, Hochwasser und Buschbrand auch noch ein Flugzeugunglück hinzu

Von Dominic EggerVersicherungswirtschaft

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Nach 25 Minuten legte Donald Trump einfach auf – mit den Worten „This was my worst call so far“, berichtet die Washington Post. Das missglückte Telefonat zwischen Australiens Premierminister und dem US-Präsidenten läutete einen Monat der schlechten Nachrichten für Down Under ein:
Zwei Hagelstürme richteten Mitte Februar in Sydney innerhalb weniger Stunden 23 Mio. US-Dollar Schäden an, berichtet der Insurance Council of Australia (ICA). Aus ganz New South Wales liefen 17.500 Schadenmeldungen bei den Versicherern ein, das ICA schätzt den versicherten Schaden auf rund 32 Mio. US-Dollar.
In Uarbry, einem Dorf 350 Kilometer nordwestlich, kämpften die Menschen gegen die Buschbrände, die sich aufgrund der Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius entwickelt hatten. Bis zu 70 Brände tobten in der Region, meldete die FAZ. 45 Häuser verzehrte das Feuer vollständig, 2.000  Schadenmeldungen zählt der ICA und rund 22 Mio. US-Dollar versicherte Schäden. Mit einem Anstieg der Schäden wird gerechnet, da auch Agrarflächen betroffen sind.
Den Bundesstaat Western Australia suchte indessen Starkregen heim. Überschwemmungen führten auch hier zu fatalen Folgen für die Landwirtschaft: Viehbestand von 800 Tieren wurde vernichtet, Flächen, die um diese Jahreszeit besät werden, verwandelte das Wasser in unbrauchbaren Morast, meldet der ICA. Den ökonomischen Schaden schätzt Aon Benfield auf 77 Mio. US-Dollar.
In Melbourne stürzte Ende Februar ein Charter-Flugzeug mit vier Touristen aus den USA in ein Einkaufszentrum: Das schlimmste zivile Flugunglück im Bundesstaat Victoria seit 30 Jahren. Mutmaßlich fiel ein Triebwerk der Beechcraft B200 Super King Air aus. Dass der Pilot eine „einwandfreie Sicherheitsakte“ besaß, ließ seine Firma verlauten. Tatsächlich war er bereits im September 2015 in einen Beinahe-Unfall verwickelt, meldet das Nachrichtenportal News.com.au.

Explosion im E-Bike-Shop

500.000 Euro Sachschaden entstand bei einem Parkhaus-Brand, teilt die Polizei Hannover mit. Der Akku eines Pedelecs hatte sich entzündet, das in dem Gebäude untergebrachte Fahrradgeschäft brannte samt Einrichtung und Ware aus. 30 Löschzüge mit 70 Feuerwehrleuten rückten an, um den Brand zu löschen. Ähnliche Vorfälle mit E-Bikes gab es schon in der Vergangenheit, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Ketten-Reaktion bei Kunstharz-Hersteller gerade noch verhindert

Dass nicht noch ein größerer ökonomischer Schaden als fünf Mio. Euro entstand, ist den 180 Feuerwehrleuten zu verdanken. Nach einer…