Erschienen in Ausgabe 2-2017Trends & Innovationen

Extrem gutes Schadenjahr

Nach guten Zahlen in 2016 treibt Provinzial Nordwest 41 Projekte voran

Von Christoph BaltzerVersicherungswirtschaft

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Wachstum, Produkte, Digitalisierung, Ertrag, Effizienz, Personal, Konzernorganisation und Steuerung: Provinzial-Nordwest-Chef Wolfgang Breuer wird in diesem Jahr das von ihm initiierte „Zukunftsprogramm NordWest 2018“ weiter vorantreiben, berichtet VWheute. 41 Projekte will er bis Ende nächsten Jahres beenden. Im vergangenen Jahr hat der Chef des zweitgrößten öffentlichen Versicherers den Vorstand erheblich verschlankt. Die Anzahl der Vorstandsressorts wurde um ein Drittel reduziert, die Hauptabteilungen ebenfalls.
Breuer will die Provinzial omnikanalfähig machen. Kunden können jetzt Schäden online melden, Verträge digital unterschreiben und einen Live-Chat auf der Homepage nutzen. Mitte 2017 geht ein neues Kundenportal mit elektronischem Postfach und digitalen Services online. Ein neues Produkt zum digitalen Notfallmanagement startet im Mai. Smart Home und Cyber-Risiken werden die Nordwestdeutschen versichern.
In der Schadenversicherung profitierte die Provinzial Nordwest im vergangenen Jahr von extrem geringen Schäden und sehr guten Preisen. Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich nach vorläufigen Zahlen auf rund 89 Prozent, drei Prozentpunkte weniger als im Jahr 2015. Bei der Westfälischen Provinzial verringerte sich die Quote sogar auf 84 Prozent. Probleme machen eigentlich nur Feuer-Großschäden (mehr auf S. 34) und Leitungswasserschäden.
Mit 1,83 Mrd. Euro Beitragseinnahmen ist die Schadenversicherung das zweitgrößte Geschäftsfeld der Norddeutschen. Die Beiträge stiegen um 3,4 Prozent, vor allem in Wohngebäude und in Kraftfahrt kam mehr in die Kassen. Im Hauptgeschäftsfeld Lebensversicherung waren die Beitragseinnahmen hingegen rückläufig. Die gebuchten Bruttobeiträge sanken um 14,5 Prozent auf 1,97 Mrd. Euro. „Beim Geschäft gegen Einmalbeiträge sind wir auf die Bremse getreten“, sagt Breuer. ba