Erschienen in Ausgabe 12-2017Märkte & Vertrieb

Thomas Münkel (57) ist Vorstandsvorsitzender von Coya. Zuletzt arbeitete der Manager als Chief Operating Officer bei der Uniqa in Wien. Davor war Münkel 20 Jahre lang für die Allianz tätig, zuletzt als Chief Governance Officer und Chief Administrative Officer. Der Experte verfügt über Erfahrungen mit sogenannten Green Field Projects, vornehmlich in Osteuropa.

Die GDV-Musterbedingungen zu Cyberpolicen im Überblick

Von Thomas Pache und Peter GraßVersicherungswirtschaft

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Thomas Münkel (57) ist Vorstandsvorsitzender von Coya. Zuletzt arbeitete der Manager als Chief Operating Officer bei der Uniqa in Wien. Davor war Münkel 20 Jahre lang für die Allianz tätig, zuletzt als Chief Governance Officer und Chief Administrative Officer. Der Experte verfügt über Erfahrungen mit sogenannten Green Field Projects, vornehmlich in Osteuropa.

Die GDV-Musterbedingungen zu Cyberpolicen im Überblick

Im April 2017 hat der GDV unverbindliche Musterbedingungen für die Cyberrisiko-Versicherung sowie erstmalig einen unverbindlichen Muster-Fragebogen zur Risikoerfassung im Rahmen von Cyber-Versicherungen für kleine und mittelständische Unternehmen bekannt gegeben. Die unverbindliche Cyberrisiko-Versicherung wurde als sog. Multi-Line-Deckung konzipiert. Sie enthält Elemente aus den klassischen Sparten der Haftpflicht- und Sachversicherung. Die Struktur der unverbindlichen Musterbedingungen sieht in zwei Teile gegliederte Musterbedingungen vor. Teil A enthält Regelungen zur Ausgestaltung des Versicherungsschutzes in der Cyberrisiko-Versicherung. Teil B enthält die VVG-basierten Bestimmungen zu den allgemeinen Rechten und Pflichten der Vertragsparteien. Teil B übernimmt weitestgehend den Gemeinsamen Allgemeinen Teil für die Allgemeine Haftpflichtversicherung und für die Sachversicherung.

Aufbau in Modulen

Die neue Struktur ist verständlicher, kundenfreundlicher und verbessert die Bündelfähigkeit der unverbindlichen Musterbedingungen. Die unverbindlichen Musterbedingungen für die Cyberrisiko-Versicherung sind modular aufgebaut. Damit können einzelne Module aus dem Bedingungswerk herausgenommen werden.
Beispiel: Der Versicherungsnehmer, der bereits über eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung verfügt, hat sein Drittschadenrisiko möglicherweise damit bereits abgedeckt. Dann braucht er nur noch Versicherungsschutz für Eigenschäden und Kosten. Das modulare Konzept bietet in solchen Fällen die Möglichkeit, das Produkt beispielsweise auch ohne Drittschaden-Komponente anzubieten.
Der Basis-Baustein enthält allgemeine, bausteinübergreifende Regelungen und ist deshalb mit seiner Klammerfunktion unverzichtbar. Auch der Service-/Kosten-Baustein ist nur schwer abdingbar, da er bereits eingreift, bevor fest steht, ob ein Schaden vorliegt. Würde man ihn aus der Deckung herausnehmen, müsste über das Vorrangigkeitsprinzip der AVB Cyber nachgedacht werden.
Als Versicherungsfall für die Musterbedingung wurde die sog. Manifestation gewählt. Diese ist bereits…