Erschienen in Ausgabe 11-2017Märkte & Vertrieb

Beton im Portfolio

Mit der richtigen Fondswahl überzeugen Infrastruktur-Investments mit defensiven Qualitäten und konstant hohen Ausschüttungen

Versicherungswirtschaft

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Hohe Wertstabilität, konstante und planbare Erträge mit vertraglich gesichertem Inflationsschutz: Es kann nicht verwundern, dass sich Versicherer, Pensionskassen und andere institutionelle Investoren schon seit längerem für Infrastruktur-Investments interessieren. Durch die Niedrigzinsen ist das Interesse nochmal deutlich gestiegen.
Als Rückgrat moderner Volkswirtschaften sind Infrastruktureinrichtungen unverzichtbar: Funktionierende Straßen- und Kommunikationsnetze, Energie- und Wasserversorgung sowie Abfallwirtschaft, Schulen, Krankenhäuser und weitere öffentliche Einrichtungen sind wesentliche Voraussetzungen dafür, dass Unternehmen erfolgreich wirtschaften können und die Bevölkerung ihre Grundbedürfnisse befriedigen kann. Dabei ist der Investitionsbedarf immens. Die OECD kalkuliert mit einem kumulierten Bedarf von 65 Bil. US-Dollar bis 2030. Während vor allem in den USA, aber auch in Europa, teilweise marode Straßen und Stromnetze in Stand zu setzen sind, muss in vielen Schwellenländern überhaupt erst eine Infrastruktur geschaffen beziehungsweise erweitert werden. Angesichts leerer öffentlicher Kassen finanziert immer häufiger die Privatwirtschaft diesen Bedarf. Entsprechend hoch ist einerseits die Nachfrage nach Investitionen, andererseits aber auch das Angebot an Beteiligungsmodellen. Während wenige äußerst kapitalstarke Versicherer und staatliche Pensionsfonds mittlerweile über eigene Abteilungen für das Segment verfügen und in der Lage sind, allein oder über Co-Investments ein Infrastruktur-Exposure aufzubauen, dominieren andere Beteiligungsmodelle von Mandaten über Spezial- bis zu Publikumsfonds.

Monopole mit kalkulierbaren Cashflow

Investoren sollten indessen genau hinsehen. Infrastruktur ist nicht gleich Infrastruktur, und nur ein Teil der unter diesem Segment geführten Beteiligungsmodelle kann tatsächlich für sich beanspruchen, mit den speziellen Qualitäten zu überzeugen, die sehr gut zu den Anforderungen von Versicherern und anderen langfristig orientierten Investoren passen. Sinnvoll erscheint insbesondere ein klarer Fokus auf Kerninfrastruktureinrichtungen. Dazu zählen traditionell die Bereiche Transport, Kommunikation und Versorgung sowie soziale Infrastruktur. Anders als häufig dem Infrastruktursegment zugerechnete Unternehmen zeichnen sich die Betreiber solcher Kerneinrichtungen durch eine spezifische Marktstellung aus. So sind die Cashflows der Betreibergesellschaften von Straßen, Häfen und Flughäfen sowie Schienennetzen, von Satelliten…