Erschienen in Ausgabe 11-2017Köpfe & Positionen

Nach vorne gedacht

Führungskräfte im Diskurs über Risikomanagement, Regeln und die neue Qualität des Versicherns

Versicherungswirtschaft

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Ferma-Kongress Monte Carlo – Vermessung des Risikos

Die Versicherer laufen Gefahr, in Zukunft obsolet zu werden, warnt Shawn du Bravac. Der Publizist und Trendforscher sieht den entscheidenden Schritt nach der Digitalisierung von Daten vor allem in der digitalen Vermessung der physischen Welt. Die exponentielle Leistungssteigerung von digitalen Techniken ermögliche die Erfassung praktisch aller Aspekte des täglichen Lebens. Für Unternehmen bedeute das in letzter Konsequenz, dass Digitalisierung Arbeitsprozesse verändere, d.h. die analoge Welt an sich wandele. Dies bedeute Chance und Risiko gleichermaßen, glaubt du Bravac. Die Chance auf eine bessere Arbeitswelt, in der unangenehme Arbeiten wegdigitalisiert seien und das Risiko, dass heutige Fähigkeiten von Arbeitnehmern in der Zukunft nicht mehr gefragt seien.

BF21 Jahrestagung Köln – Cross-Selling via App

Bonusprogramme in der Kfz-Versicherung können eine echte Vertriebshürde sein, weiß Dominik Schütz vom SV Lab. Man habe festgestellt, dass viele Kunden „Null Vertrauen“ zu ihrem Versicherer hätten. Typisch wäre als Begründung für eine Ablehnung: „Der Versicherer hat mir noch nie etwas geschenkt.” Probleme gebe es auch bei den Versicherungsvermittlern. Nicht jeder würde neue technische Optionen akzeptieren. Trotzdem hält die SV Sparkassenversicherung Online-Services für eine Investition, die sich auszahlt. 40 Prozent der Nutzer etwa würden täglich in die App-Tanktaler reinschauen. Schütz hofft auf ein stärkeres Cross Selling. Zudem könnten nach einem Unfall per Notfallfunktion mehr Fahrzeuge schneller in Partnerwerkstätten gesteuert werden. Damit soll der Schadenaufwand sinken.

Europäischer Gesundheitskongress München – Preis vs. Qualität

Bedeutet gerechter Wettbewerb unter den Krankenkassen auch eine gerechte Finanzierung? Diese Frage hatten sich Experten auf dem Fachpanel „Krankenversicherung“ gestellt. Schnell wurde deutlich, dass dem nicht so ist. Die Kassen beklagten, dass der Zusatzbeitrag zwar zu mehr Preis- aber nicht zu mehr Qualitätswettbewerb geführt habe, woraufhin bei steigenden Zusatzbeiträgen junge Kassenmitglieder ihre angestammten Versicherer verlassen haben. Weitere Kritik entzündet sich an der Missbrauchsanfälligkeit, wenn Einfluss von außen auf die ärztlichen Diagnosen ausgeübt würde. Zusätzliche Reformen seien unausweichlich, wenn man nicht den Bestand der Ersatzkassen, Betriebs- und Innungskrankenkassen gefährden wolle.

IT-Kongress Düsseldorf – Maklerkommunikation digital

„In der Praxis sind…