Erschienen in Ausgabe 11-2017Unternehmen & Management

Alle Blicke aufs Geschäft

Impressionen von der Vertriebsmesse DKM 2017

Von und Tobias DanielVersicherungswirtschaft

Lesen Sie den vollständigen Artikel

Erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln unserer Fachzeitschriften und Publikationen.
Über allem schwebt das Damoklesschwert der digitalen Beschleunigung. So war die Deckungskonzeptmesse, besser bekannt als DKM, in diesem Jahr – einmal mehr muss man sagen – stark geprägt von der Frage, die richtige Mischung zu finden, im Sinne der Versicherer und zugunsten der Kunden.
Mittlerweile verwundert es kaum noch, dass die jungen Start-ups ihren Platz inmitten der etablierten Player der Branche gefunden haben. Längst scheint aus dem Gegeneinander ein Miteinander geworden zu sein in Strategie und Entwicklung. Eine Abwandlung der TV-Show „Höhle der Löwen“ etwa, die im Rahmen des Technologieparks Insurtech stattgefunden hatte, bestätigt die tektonischen Bewegungen im Gefüge der Versicherungswelt. Ein Novum: erstmals wurden auf der diesjährigen DKM die besten und innovativsten Versicherungsblogs ausgezeichnet. Gewonnen hat R+V als bester Corporate Blog, Blau Direkt holte sich den Sieg im Bereich bester Fachblog.
Klare Führung und eine nachhaltige Strategie sind in diesen Zeiten mehr gefragt denn je. Inwieweit die versammelten Führungskräfte aus dem Vertrieb von Fußballexperten wie Stefan Reuter, Ralf Ragnick oder Giovane Elber lernen können, mag allerdings dahingestellt sein. Weniger Show, mehr Praxis bot das Spitzenpersonal der Versicherer, das für Diskussionen und Impulsvorträge entsendet wurde. Unter anderem waren Markus Faulhaber, Chef der Allianz Leben, Jürgen A. Junker, Vorstand der Wüstenrot & Württembergische, Achim Kassow, Vorstandsvorsitzender der Ergo Deutschland, Frank Grund, Exekutivdirektor Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht der Bafin und Jan Wicke, Vorstandsvorsitzender der Talanx Deutschland AG, dabei. Der Bafin-Versicherungschef stellte den Versicherern mit Blick auf die Solvenzquoten ein gutes Zeugnis aus. Eine Welle von Lebensversicherern, die auf die Abwicklung zusteuerten, sei nicht zu erkennen.
Kühlen Kopf behalten will W&W-Manager Junker im Wettbewerb mit den Insurtechs. Gleichwohl seien Versicherer zunehmend in der Pflicht, digitale Erfordernisse mit persönlicher Beratung und moralischem Gewissen zu verknüpfen. Die Kunst besteht nun darin, von den Vorzügen der Fintechs zu lernen. Der Tenor der Gespräche: insgesamt positiv – die Skills des Vermittlers würden in Zukunft weiterhin gefragt sein.

Bühne für gezielte Botschaften

Die kleineren Akteure ihrerseits nutzten die Vertriebsmesse zur gezielten Aussendung von strategischen Botschaften. Dialog etwa kündigte an, das gesamte Maklergeschäft der Generali-Gruppe, also das…