Erschienen in Ausgabe 10-2017Köpfe & Positionen

Total vernetzt

Führende Versicherungsmanager über kommende Markttrends und digitale Entwicklungsländer

Von Alexander Kaspar und Mathias von Bredow und Susanne Görsdorf-KegelVersicherungswirtschaft

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GVNW-Symposium München – Global denken, lokal handeln

700 Teilnehmer lauschten den mahnenden Worten von Zurich-CEO Mario Greco auf dem diesjährigen GVNW-Symposium in München. „Die Zukunft der Versicherungsbranche liegt nicht in Europa.“ Der Kontinent leide an Überalterung, dessen Einwohner seien zu wenig digital-affin und zu wenig innovativ, lautet sein Fazit. „Innovationen stammen aus Asien und den USA.“ Von dort komme das Wachstum und dieses könne nur ein Krieg abrupt stoppen. lautet Grecos Fazit. Auf branchenspezifische Details ging dagegen GVNW-Vorsitzender Alexander Mahnke ein: Kapazitätsengpässe gebe es keine, der Bereich Haftpflicht bleibe weiter weich. Schwierig bliebe die Ertragslage bei der Sachversicherung, wohingegen die Sparten Technische Versicherung, Transport- und Warenversicherung weiter stabil blieben. Wachstumspotenziale sieht Mahnke bei der Deckung von Hackerangriffen und von politischen Risiken.

Allianz-Autotag München – Neuland Elektromobilität

Der Allianz-Auto Tag 2017 in München stand ganz im Zeichen der Elektromobilität. Zahlreiche Fragen würden sich hier der Branche neu stellen, wie Vorstand Joachim Müller in seiner Keynote zum Thema auslotete. Wie schlägt sich eine gebrauchte Batterie nach einem Unfall auf den Restwert des Fahrzeuges nieder? Wieso verursachten deren Fahrer zwar 25 Prozent weniger Unfälle als die Piloten von Verbrennungsmaschinen, produzierten dabei aber 25 Prozent höhere Reparaturkosten als die Vergleichsgruppe? Beim Thema Batterie sei mehr Transparenz der Hersteller gefordert, um der Versicherungswirtschaft verlässliche Daten zur Kalkulation zu überlassen. Mit Blick auf die berichteten Fahrzeugbrände gehe von den E-Autos aber keine größere Gefahr aus, so Müller weiter.

IMIA-Konferenz München – Policenschwemme

Das Segment der Technischen Versicherer stieg um zwei Prozent auf zwei Mrd. Euro an Beitragseinnahmen, die Zahl der Versicherungsverträge wuchs im Vergleich zum Vorjahr von 4,4 auf heute 4,6 Millionen. Das berichtete Friedrich Scholz, Direktor Technische Versicherung beim Axa-Konzern, auf der Konferenz der International Association of Engineering Insurance (IMIA) in München. Treiber im Markt sind drei Faktoren: Die Anlagen werden immer komplexer und größer, die Investitionszyklen immer kürzer. In Deutschland existieren 100 Anbieter, sie leisteten im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,4 Mrd. Euro an Schadenaufwand. Scholz: Allein in den letzten zehn Jahren haben sich die Policen verdreifacht.

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