Erschienen in Ausgabe 10-2017Märkte & Vertrieb

Anorganisch zum Erfolg

Mapfre rückt im Ranking der größten europäischen Nichtlebensversicherer erstmals auf den fünften Platz vor

Versicherungswirtschaft

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Die spanische Mapfre hat eines ihrer großen strategischen Ziele erreicht. 2016 ist sie im Ranking der größten europäischen Nichtlebensversicherer erstmals in die Top Five eingezogen. Sie verdrängt damit die deutsche Talanx auf Platz sechs. Das zeigt eine von der Mapfre Stiftung veröffentlichte Studie zu den führenden europäischen Versicherungsunternehmen des Jahres 2016. Vor einem Jahrzehnt formulierte die in Madrid beheimatete Gesellschaft in ihrem Strategieplan, dass sie „innerhalb von fünf Jahren unter die fünf größten internationalen Nichtlebensversicherer mit Sitz in Europa“ aufsteigen will. Das Vorhaben hat erheblich länger gedauert. Schuld hatte die schwere Wirtschaftskrise Spaniens mit einem jahrelang stagnierenden oder rückläufigen Geschäft. Nun hat die Mapfre ihr Ziel erreicht, obwohl Abwertungen der lokalen Währungen gegenüber dem Euro in dem für sie wichtigen lateinamerikanischen Markt das Vorhaben massiv erschwert haben. Lateinamerika ist für die Spanier von zentraler Bedeutung. Die Mapfre ist im Ranking der führenden Nichtlebensversicherer Lateinamerikas der unangefochtene Branchenprimus. Sie dominiert das Klassement in diesem Segment mit einem Geschäftsvolumen von rund sechs Mrd. Euro und einem Marktanteil von 7,6 Prozent aus dem Jahr 2016.
Die 15 größten europäischen Nichtlebensversicherer des vergangenen Jahres erreichen der Mapfre-Studie zufolge aggregiert ein Beitragsaufkommen von 250 Mrd. Euro. Das Geschäftsvolumen stagnierte damit in etwa auf Vorjahresniveau. Im Klassement konnten nur sieben Versicherungsgruppen ein Wachstum vorweisen. In absoluten Zahlen hat die französische Axa 2016 mit einem Prämienzuwachs von rund einer Mrd. Euro oder 2,9 Prozent auf 35,9 Mrd. Euro den größten Beitrag geliefert.
Die wachstumsstärkste Gesellschaft war jedoch die deutsche R+V. Sie hat um 7,7 Prozent auf ein Prämienvolumen von 7,2 Mrd. Euro zugelegt. Im Fall der beiden britischen Gesellschaften Aviva und RSA spielen allerdings Währungseffekte eine starke Rolle. Beide konnten auf Basis des britischen Pfunds wachsen, während in Euro deutliche Prämienrückgänge zu Buche stehen. Die fünf führenden europäischen Nichtlebensversicherer kontrollieren der Studie zufolge deutlich mehr als die Hälfte des Prämienvolumens der Top 15. In den vergangenen zehn Jahren entfällt auf sie mehr als 70 Prozent des aggregierten Beitragszuwachses.
Über das vergangene Jahrzehnt hinweg war die Allianz durchweg die Nummer eins im Klassement der größten europäischen…