Erschienen in Ausgabe 1-2017Trends & Innovationen

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Versicherungswirtschaft

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Allianz sticht Ergo aus

Die italienische Bankenkrise wirbelt die deutsche Vertriebslandschaft durcheinander. Im Rahmen ihrer Sanierungspläne streicht die Großbank Unicredit bei ihrer deutschen Tochter Hypo-Vereinsbank (HVB) 1.500 Stellen und holt mit der Allianz einen neuen Versicherungspartner an Bord. Zum 1. Ja­nuar 2018 übernehmen die Münchner den Verkauf von Lebens-, Sach- und Krankenpolicen über die 341 Filialen der HVB. Der bisherige Vertragspartner Ergo hat das Nachsehen. Die Kooperation zwischen HVB und dem Düsseldorfer Versicherer bestand 17 Jahre. Verträge, die Bankkunden mit der Ergo geschlossen haben, sollen weiterhin bestehen bleiben, verspricht die Allianz. Der Branchenführer vertreibt seine Policen bereits über die Commerzbank, die Oldenburgische Landesbank und die meisten bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken. Ergo verabschiedet sich hingegen komplett vom Bankvertrieb, obwohl über diesen Kanal laut GDV allein über 20 Prozent an Lebenpolicen verkauft werden.vw

Immobilienrente gestrichen

Als letzter Anbieter stellt die R+V das Geschäft mit Umkehrhypotheken für Hauseigentümer ein. Der Ausstieg sei aufgrund mangelnder Nachfrage erfolgt, begründet der Versicherer. Bislang hatte die R+V lediglich davon gesprochen, dass das Angebot „überarbeitet“ werde. Bei der sogenannten Immobilienrente können Senioren mit geringer Rente ihr Eigenheim beleihen und so einen zinslosen Kredit oder eine monatliche Zahlung beziehen. vw

Zurich kauft in Down Under

Die Zurich bietet 550 Mio. US-Dollar für den australischen Reiseversicherer Cover More. Das Unternehmen hatte 2016 umgerechnet etwa 360 Mio. Dollar Beitragseinnahmen und erzielte daraus einen operativen Gewinn von 32 Mio. Dollar. Mit der Übernahme würde die Zurich im Reiseversicherungs-Geschäft zur Nummer drei aufrücken. Im März übernahmen die Schweizer bereits das Lebensversicherungsgeschäft der australischen Macquarie Group.vw