Erschienen in Ausgabe 9-2016Unternehmen & Management

Swiss Life: Wechselkurseffekte mindern Beitragseinnahmen – weiterhin positive Gewinnentwicklung

Von Reinhold MüllerVersicherungswirtschaft

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Für das erste Halbjahr 2016 meldet die Swiss Life einen Anstieg des Reingewinns von 493 Mio. auf 500 Mio. Schweizer Franken (sfr). Damit setzte sich – allerdings gebremst – die positive Entwicklung des Geschäftsjahres 2015 weiter fort, in dem der Reingewinn um 7% zugelegt hatte. Zugleich gingen die Prämieneinnahmen in der ersten Jahreshälfte 2016 – gemessen in den jeweiligen Landeswährungen – im Vergleich zu den ersten beiden Quartalen 2015 konzernweit um 9% auf 10,1 Mrd. sfr zurück. Sie hatten 2015 nach dieser Berechnungsweise noch um 5% auf 18,9 Mrd. sfr zugelegt. Erst durch die Umrechnung in die Bilanzwährung sfr wurde 2015 aus diesem Prämienzuwachs ein Minus von 1%.
Ähnlich erging es laut Geschäftsbericht 2015 dem dort als „strategisch zentraler Bereich“ titu­lierten Kommissions- und Gebührengeschäft, das in lokalen Währungen insgesamt um 8% auf 1,3 Mrd. sfr angewachsen war. Durch die Umrechnung wurde daraus ebenfalls ein Rückgang um 1%. Im ersten Halbjahr 2016 wies dieses Fee-Geschäft ein Ergebnis von 194 Mio. sfr auf und damit eine Verbesserung gegenüber der entsprechenden Periode des Vorjahres um 16%. Zu verdanken war dies den Angaben zufolge vor allem dem von 2 Mio. auf 11 Mio. sfr angewachsenen Fee-Ergebnis von Swiss Life Select Schweiz sowie den Endkundenvertrieben in Deutschland, bei denen es von 21 Mio. Auf 29 Mio. Euro anwuchs.
Im Geschäftsjahr 2015 hatten nicht zuletzt die deutschen Swiss-Life-Gesellschaften auch schon einen erheblichen Beitrag dazu geleistet, dass die Ertragskraft des Konzerns insgesamt kräftig anstieg und der bereinigte Betriebsgewinn über alle Segmente hinweg um 17% auf 1,3 Mrd. sfr anwuchs. Das deutsche Geschäft steuerte dazu mit 121 Mio. Euro 51% mehr als im Jahr zuvor bei. Davon entfielen 86 Mio. Euro auf das Spargeschäft. Das waren 33% mehr als 2014. Das Kommissionsergebnis verbesserte sich um 159% auf 37 Mio. Euro und das Risikoergebnis um 8% auf 26 Mio. Euro. Die Prämieneinnahmen sanken in Deutschland insbesondere aufgrund der, wie es im Geschäftsbericht heißt, „Fokussierung auf profitable Geschäft“ sowie der „planmässigen Reduzierung des traditionellen Geschäfts“ um 2% auf 1,3 Mrd. Euro. In Schweizer Franken gerechnet lag das Minus aller­dings bei 14%. In der gleichen prozentualen Größen­ordnung lagen die Rückgänge in der Schweizer Franken- sowie in der Euro-Rechnung bei den Kommissions- und Gebührenerträgen in Deutschland. Hier sei jedoch zusätzlich zu berücksichtigen, dass es 2014 wegen der Absenkung des…