Erschienen in Ausgabe 9-2016Unternehmen & Management

Zurich Deutscher Herold: Ausreichend Eigenmittel – Wachstum mit Einmalbeitrag – Restrukturierung drückt Ergebnis

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Die Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung hat im Gj. 2015 deutlich Ertrag eingebüßt. Nach einem Rückgang des Kapitalanlageergebnisses um 0,7% auf 1,43 Mrd. Euro fällt der Rohüberschuss vor Zinszusatzreserve (ZZR) um 12,3%. Der ZZR wurden 356,2 (290,6) Mio. Euro zugeführt und für das Restrukturierungsprojekt „Be the Best/BalanZ“ 43,2 Mio. Euro als außerordentlicher Aufwand verbucht. Danach sinkt der Rohüberschuss gar um 31,6% auf 357,9 Mio. Euro. Vom Rohüberschuss wurden den Kunden 154,9 (137,39) Mio. Euro direkt gutgeschrieben und 182,0 (307,8) Mio. Euro der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugeführt. Diese verminderte sich weiter auf 1,38 (1,41) Mrd. Euro; davon waren 337,7 (350,4) Mio. Euro freie RfB. Der verbliebene Rest von 21 Mio. Euro wurde im Rahmen eines neuen Gewinnabführungsvertrages an die Obergesellschaft Deutsche Herold abgeführt; im Vorjahr war der Jahresüberschuss von 78,5 Mio. Euro voll in die Gewinnrücklagen eingestellt worden.
Die Zurich hat sich seit 2007 sukzessive vom Geschäft mit klassischen Garantieprodukten zurückgezogen. Der Anteil der „Vierprozenter“ an der Bruttodeckungsrückstellung macht noch 27,0 (27,8)% aus. Auf Tarife mit Garantiezinsen von 3,5 und 3,25% entfallen weitere 32,8 (36,1)%. Zum Jahresende 2015 kommt die Zurich Leben auf eine Solvency-II-Quote von 164%. Für diese Bedeckungsquote wird das Volatility Adjustment genutzt. Einschließlich der Übergangsmaßnahme Rückstellungstransitional wären es sogar 631%. Diese Übergangsmaßnahme sei bei der Aufsicht jedoch nicht beantragt worden, heißt es im Geschäftsbericht. Nach den bis zum Jahresende 2015 geltenden Solvenzregeln wird eine Bedeckung von 131 (136,1)% erreicht.
Der Lebensversicherer hat 2015 erneut das Einmalbeitragsgeschäft ausgebaut. Nach einer Verdopplung im Vorjahr betrug der Zuwachs 2015 plus 37,6% auf 1,164 Mrd. Euro. Der Rückgang im Neugeschäft gegen laufenden Beitrag schlägt sich entsprechend in der Kennzahl Neuzugang nach Beitragssumme (siehe Tabelle) nieder. Gemessen am Jahresbeitrag wuchs der Neuzugang um 26,9% auf 1,37 Mrd. Euro. Auf das Geschäft betriebliche Altersvorsorge (bAV) entfielen 863,9 Mio. Euro Beitragssumme. Der durchschnittliche Jahresbeitrag des Neugeschäftes bei Versicherungen mit laufender Beitragszahlung stieg auf 2.054 (1.877) Euro pro Vertrag. Gemessen an den laufenden Beiträgen für ein Jahr waren 74,3% fondsgebundene Altersvorsorge, 17,5% Renten einschließlich Berufsunfähigkeitsversicherungen und 4,7% Kapitalversicherungen. Der…