Erschienen in Ausgabe 9-2016Unternehmen & Management

Aachen Münchener: Verzicht auf Rückstellungstransitionals – Mehr Gewinn für Mutterkonzern – Wachstum dank Kraftfahrt

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Die Aachen Münchener Lebensversicherung hat im Gj. 2015 versicherungstechnisch weniger verdient, an die Obergesellschaft aber deutlich mehr Gewinn ausgeschüttet. Laut Geschäftsbericht wurde der gesamte Jahresgewinn von 53,0 Mio. Euro an die Generali Deutschland überwiesen – im Vorjahr wurden von 58,5 Mio. Euro nur 20 Mio. Euro ausgeschüttet und der Rest in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der Lebensversicherer kommt mit 1,366 Mrd. Euro Eigenmittel auf eine Solvabilitätsquote von 109%. Unter Solvency II wird der deutsche Generali-Teil ein partiell internes Modell verwenden. Die Inanspruchnahme des Rückstellungstransitionals für die deutschen Lebensversicherer der Gruppe sei nicht geplant, heißt es im Geschäftsbericht.
Nach einem um 5,2% auf 978,8 Mio. Euro geringeren Kapitalanlageergebnis fällt der versicherungstechnische Gewinn auf 116,1 (123,8) Mio. Euro. Dass das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 117,2 (79,3) Mio. Euro dennoch höher ausfällt, begründet sich aus geringeren sonstigen Aufwendungen. Getragen vom Verkaufserfolg der DVAG Deutsche Vermögensberatung, die in der Lebensversicherung um 1,5% Versicherungssumme wuchs, hat auch die AML 2015 zugelegt – zumindest nach Versicherungssumme. Hier war es ein Plus von 1,8% auf 12,37 Mrd. Euro. Nach laufendem Jahresbeitrag bzw. Beitragssumme war das Neugeschäft um 0,4% bzw. 0,1% geringer als im Vorjahr. Die beiden Aachen Münchener Versicherungen verkaufen ausschließlich über die 3.400 Direktionen und Geschäftsstellen der Deutschen Vermögensberatung (DVAG).
Vom Neugeschäft gegen laufenden Beitrag von 339,0 (340,5) Mio. Euro waren 75 (74)% fondsgebundene Renten. Das Riester-Neugeschäft macht mit 60,5 (60,4) Mio. Euro laufenden Beitrag unverändert 18% des Neugeschäfts aus und Basisrenten mit 30,3 (30,4) Mio. Euro 5,4%. Knapp die Hälfte des Einmalbeitragsgeschäfts von 1,18 (1,19) Mrd. Euro entfiel auf das im Sommer 2014 neu eingeführte Bündelprodukt „Vermögens- & Einkommensplan“.
Der Bestand betrug 5,16 Mio. Verträge (−1%) mit 146,2 Mrd. Euro Versicherungssumme (+1,6%) und 3,8 Mrd. Euro laufendem Jahresbeitrag (+0,8%). Die Auszahlungen an Kunden erhöhten sich im Berichtsjahr um 4,1% auf 3,48 Mrd. Euro; dabei erhöhten sich die Ablaufleistungen und Rentenzahlungen auf 2,43 (2,21) Mrd. Euro. Der Rohüberschuss fiel um 18,7% auf 475,6 Mio. Euro. Davon wurden 295,2 (281,9) Mio. Euro als Direktgutschrift zugeteilt und 127,4 (244,4) Mio. Euro der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugewiesen. Die…